Florence Griffith-Joyner et al.
veröffentlicht: 21. September 2008, 23:32 - zuletzt bearbeitet: 22. September 2008, 12:57My Flo Jo
She ran with speed, style and grace.
She added beauty to a sometimes not so glamorous sport.
She ran with force, without looking forceful.
She ran tired, looking tireless.
She wished her opponents good luck and ran away from them as if there were no such thing as luck.
She ran with her personal outfits, which startled all eyes on her.
Her black hair moved in the wind like a flag on a pole,
and after each race won, she would drop to her knees
and thank God for her soul.
Little did we know that Flo Jo had a direct line to God’s phone,
and the good Lord called and said, “come home”.
Flo, my angel, it’s time to rest, You’ve shown the worlds … You Are The Best.
We miss you, but we will always remember the good in you.© by Alfrederick Joyner
Man muss Florence Griffith-Joyner, die heute vor zehn Jahren gestorben ist und deren Rechteverwalter diese Webseite betreiben, gewiss nicht so in Erinnerung behalten wie Ihr Ehemann Al Joyner. Man darf zurecht zweifeln. Nicht nur an der Windmessung damals, im Juli 1988, in Indianapolis:
Bei den Trials im Juli 1988 schockte sie die Welt. Bei den Olympischen Spielen in Seoul im September schockte sie niemanden mehr. Seither ist Flo Jo Weltrekordlerin über 100 Meter, 200 Meter, sie ist dreifache Olympiasiegerin – und kein Titel, kein Rekord wird ihr je genommen werden. Leider.
Die Kollegen vom IOC-Sponsor “Sports Illustrated” haben die Wundergeschichte damals so aufgeschrieben:
-
25.07.1988: Getup and Go
-
14.09.2008: Very Fancy, Very Fast
-
03.10.1988: Go, Flo, Go
Wie schnell aus einer, die nur mit rennt, eine werden kann, die weit voraus rennt, haben auch andere bewiesen – aber nie zuvor und nie danach so eklatant wie Flo Jo. Wie schnell und nachhaltig Dopingmittel wirken, hat kaum jemand so eindrücklich beschrieben wie Kelli White, eine, die einst auch nur mit rannte, dann aber plötzlich, im August 2003, weit voraus rannte. “It was too easy”, sagte Kelli White Jahre später, als alle Welt die Fakten über den Balco-Skandal und ihre Drogenkuren erfahren hatte. Als sie im August 2003 in Paris als Weltmeisterin – erst über 100, dann über 200 Meter – von der Bahn ging, hat sie sich schuldig gefühlt, sagte Kelli White. Diese Passage (ab 2:38 min) aus der ABC-Dokumentation “Catch me, if you can” ist sehr zu empfehlen:
In diesem Zusammenhang will ich für das Interview mit Balian Buschbaum (“Ich kam mir vor wie ein Pitbull”) von Anno Hecker und Daniel Meuren aus der heutigen FAS unbedingt einen Lesebefehl aussprechen.
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- Gipsel: @Laie: Na klar, wenn Du daraus lernst, dass sich so etwas weder lohnt noch gehört?Dann kommen wir zu keiner Einigung.
- Gipsel: @ha: Übrigens eine bisher vernachlässigte Folge der nun detektierten Anomalie: Dann war es auch mit der Debatte über Meßunsicherheiten irgendwie nicht sonderlich weit her, oder? Dann sind...
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- ha: Gipsel, empfehle Dir Besuch in einigen Trainigslagern – die sind fast wie 5-Sterne-Hotels. War schlicht nicht sonderlich nett, Sörgel, der Training einbezogen hatte und Pechstein...
- Gipsel: @ha: diesen Teil des Beitrages vom 12. Juli musstest Du wohl überlesen,Ich wüßte nicht, daß es in Hotels 400m lange Eisschnelllaufbahnen gibt, auch nicht in 5-Sterne Hotels ;) Die Frage ist...
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- Laie: Da bin ich ganz gelassen *zurücklehn*: Ein ‘Freund’ ist jemand, der einem anderen hilft, seine Unschuld zu beweisen. Womit das doch wenigstens allen klar wäre.
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- Laie: Ich meinte auch nicht, dass hier gelöscht wird – aber mit Ihrem grammatischen Eingriff haben Sie versucht, den Satz umzudeuten bzw. abzuschwächen. Und wenn ich...
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- Gipsel: @Laie: Ich würde es eben in Zukunft unterlassen, an der Grammatik der Sätze anderer Leute herumzubasteln.Ich habe alles dazu gesagt, was es dazu aus meiner Sicht zu sagen gibt (#308). Und...
- Laie: Lieber Herr Weinreich, wenn Sie meinen versehentlich doppelten Beitrag #276 löschen, stimmt es ab dort wieder…;-)
- Laie: @ ha Dannach fragte ich ja oben (#186) schon einmal explizit: Es ist eben nicht alles aus dem Verfahren bekannt, um als Nichtbeteiligter wirklich kompetent darüber urteilen zu können.
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- Jens Weinreich: Die Nummerierung der Kommentare ist jetzt leider etwas verrutscht. Ein Kommentar von ha war als Spam eingestuft worden. Ich habe den Kommentar vor einer halben Stunde freigeschaltet...
- ha: Gipsel, mal ganz neutral: “Ehrengericht”? Und zusammengefasst: Der CAS hatte eine falsche Begründung für Epo von d’Onofrio. Leider. Und er hatte nichts Handfestes zur...
- Gipsel: @Laie: @ Gipsel Wie Du siehst, war der Satz völlig korrekt. Also Finger weg von der Grammatik anderer Leute!Ja das war er. Ich habe mit meinem Erklärungsversuch in diesem Punkt daneben...
- ha: Gipsel, zum letzten Mal: Natürlich habe ich das geschrieben, und ich sehe nicht das Mindeste anders. Wie sollte ich auch, da ich im Gegensatz zu Dir wörtliche Zitate nicht ignoriere....
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- Winfried Gassmann: An “Laie” zur Frage, warum ich hier diskutiere Zum einem aus dem gleichen Grund wie Sie sicher auch. Das Thema ist wichtig. Wir alle wollen sauberen Sport. Wir wollen...
- Sebastian: Ich sag’s gerne nochmal: als ich bei 1Blu war, ist die Festplatte im Server mit allen Daten abgeraucht und das war’s dann, denn Backups wurden keine gemacht bei dem Laden....
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- dachs: @Gipsel Lesen, was ich schreibe! Zwei Wochen unter nicht vergleichbaren Bedingungen bringen nichts, 6 Wochen unter realistischen, normalen Bedingungen schon eher. Aber das ist doch jetzt eh’...
- Gipsel: @ha: Er hat nicht die Sphärozytose ausgeschlossen (dass ich das behaupte, wirst Du nicht finden)Du hast mein postscriptum in Post #250 gelesen? Du hast gesagt, er hätte einen ererbten...
- Laie: Vielleicht, viellleicht – mit dem Kasus änderst Du die grammatische Beziehung zwischen Wörtern und damit den Sinn dieses Satzes. Das ist unredlich!
- Gipsel: @Laie: Du weißt, daß man in Zitaten Anmerkungen des Zitierenden üblicherweise mit eckigen Klammern kennzeichnet? Überdies habe ich das extra vor das Zitat geschrieben, damit das auch für...
- Gipsel: @Laie: Na klar, wenn Du daraus lernst, dass sich so etwas weder lohnt noch gehört?Dann kommen wir zu keiner Einigung.
She ran with speed, style and grace.











Vielen Dank für den Lesebefehl am Ende. Von Ihnen nehme ich als ehemaliger Zivi auch mal nen Befelh engegen und führe ihn aus.
(Als kleiner Junge fand ich Flo-Jo 1988 toll.)
Tatsächlich ein sehr interessanter Artikel der Lesebefehl – vielen Dank dafür. Bleibt nur zu hoffen, dass Balian Buschbaum tatsächlich als Trainer ein paar Kinder vom dopen abhalten kann.
Das FloJo-Video ist irre – mehr noch als der Lauf die Stimme, wie aus einem Comic, irreal, eingepflanzt, drübergespielt, nicht dazu gehörend … Es spricht: die Außerirdische da drinnen. Danke für die Lektion zum Thema: Wie man Doping hört.
Conte nennt White einen “Hyper-Responder” bzgl. Doping. Der Begriff war mir in dem Zusammenhang so noch nicht untergekommen, auch wenn natürlich sofort klar ist, was gemeint ist. Auch im Radsport wird gern gemunkelt, dass einige mehr als andere von den gleichen Drogen (also in den Neunzigern vor allem Epo) profitieren, siehe unter anderem die Jeff D’Hont-Interviews.
Kennt jemand interessante Artikel zu dem Thema Doping-Hyper-Responder?
im buch von Brigitte Beerendonk (“Doping-Dokumente”) finden sich dazu etliche tabellen aus doktorarbeiten und habilitationsschriften der ddr-dopingärzte. diese statistiken sind unter dem aspekt “hyper-responder” interessant zu lesen, auch wenn sie natürlich nur anhaltspunkte bieten und es nur um oral-turinabol geht.
Soweit ich weiß, hängt, ob man High- oder Low-Responder auf Steroide ist, von der Zahl der Androgenrezeptoren ab, schlicht genetische Veranlagung für “terms of transformation”, wie Conte sso zynisch sagt. Es gibt z. B. Athleten, die sprechen auf Kreatin gar nicht an, auch Clebuterol wirkt nicht immer (liest man in Bodybuilderforen), und Cortison muss generell nach responding eingestellt werden. Wie bei Medikamenten – die einen sprechen darauf an, die anderen nicht. Kenne keine Veröffentlichung dazu. Auch schwierig mit den Versuchen, anders als zu DDR-Zeiten.
CleNbuterol – heißt das Tiermastmittel, das seit Springstein & Co. und immer mal wieder …
Danke für die Hinweise. Interessiert mich vor allem unter dem Aspekt die immer wieder gern geäußerte Behauptung “Wenn alle dopen (=Profiradsport 90er) ist es doch wieder gerecht/fair!” zu widerlegen.
Hätte Mrs. Griffith-Joyner damals die gleichen Berater wie der Witz-Bolt gehabt, hätte sie kurz vor dem Ziel abgestoppt und ein bisschen geposed. So ändern sich die Zeiten…
[...] noch ein Jubiläum, drei Tage nach dem zehnten Todestag von Flo Jo: Am 24. September 1988 – am Tag, als Kristin Otto ihre fünfte von sechs Goldmedaillen gewann [...]
“Seither ist Flo Jo Weltrekordlerin über 100 Meter, 200 Meter, sie ist dreifache Olympiasiegerin – und kein Titel, kein Rekord wird ihr je genommen werden. Leider.”
Sie hat ihren Betrug mit dem Leben bezahlt – ich finde, das ist ausreichend, oder?
ich überlege, ob mein satz hohlspiegelreif ist. kann mich aber nicht dafür entscheiden. denn es ist doch so, dass diese “weltrekorde”, dazu ja auch die “olympischen rekorde” bis auf alle ewigkeit gelten und damit all jene beleidigen und verzweifeln lassen müssen, die es mit sauberen mitteln versuchen.
Vielen Dank für den Lesetipp, auch wenn ich ihn erst jetzt entdeckt habe.
Ein wirklich sehr spannendes Interview.
Ich fand Yvonne Buschbaum damals irgendwie immer recht unsympathisch, weil sie so sehr verbissen gewirkt hat. Das versteht man jetzt in der Rückbetrachtung natürlich besser.
Interessant auch der kurze Einschub, dass sie Frauen jetzt auch nicht mehr so versteht ;-)
2003 Vizeweltmeister, 2008 Herzinfarkt:
AP: Russian race walker Skurygin dies at 45
http://www.iht.com/articles/ap/2008/12/02/sports/ATH-Russia-Obit-Skurygin.php
cbc.ca: Cherepanov took performance-enhancing drugs
NRZ: Der Lauf der Dinge war ein anderer
WELT: Staatsanwaltschaft ordnet Obduktion von Herms an
cyclingnews.com: Tour of Qatar rider passes away
SZ: Tot im Hotelbett
Wilhelm Schänzer im ARD-Interview: “Todesursache meist nicht Doping”
Werner Franke tippt auf genetische Ursachen für den Sekundentod,da aber in den USA p.a. 100.000 junge Sportler sterben,glaube ich da auch nicht recht dran.Dafür würde sich eine Studie lohnen:
http://www-unix.oit.umass.edu/~excs597k/carpenter/sdathlete.htm
Dies ist auch eine interessante Geschichte,dafür würde ich auch eine Studie bezahlen:
http://www.dr-schnitzer.de/doping.html
Ralf, Dr. Schnitzer ist leider bislang nicht erhört, sondern marginalisiert worden. Das Thema war und ist sicher einigen zu unbequem. Also wird lieber geschwiegen und ausgesessen.
Auch eine Sicht auf die Dinge:
http://idw-online.de/pages/de/news299093
Komisch ist, dass Prof. Daumann die “Ökonomie des Dopings” offenbar nur aus Sportler- und nicht aus Trainer-, Arzt- oder Sportverbandssicht untersucht hat. Anderenfalls hätte er wohl kaum die Empfehlung gegeben, “die Dopingbekämpfung” den “Spitzensportverbänden” zu überlassen. Letztere haben doch das größte ökonomische Interesse an nicht entdeckten Dopingfällen! Siehe die dramatischen Einbrüche bei Medienaufmerksamkeit und Sponsoreneinnahmen durch Doping-Enthüllungen (das Problem sind ja die Enthüllungen und öffentlichen Diskussionen, nicht das tatsächlich durchgeführte Doping) im Radsport.
@ Herr Holle, ich hab´s noch nicht gelesen. Werde es aber definitiv tun. “In der öffentlichen Debatte dominierten bislang ethische, juristische, medizinische und sportpolitische Aspekte”, so Daumann. “Wirtschaftliche Gesichtspunkte wurden in dem Zusammenhang dagegen kaum diskutiert, obwohl sie wertvolle Erkenntnisse liefern.” In seinem neuen Buch “Die Ökonomie des Dopings” beleuchtet Frank Daumann das Thema aus wirtschaftlicher Sicht. So erläutert er nach einleitender Klärung des Doping-Begriffs den Doping-Markt und benennt dessen Akteure, sowohl auf Angebots- als auch auf Nachfrageseite.”http://idw-online.de/pages/de/news299093
Auf den Dopingbegriff(aus WADA-Sicht?) und die Akteure auf dem Doping-Markt bin ich ja gespannt. Bis auf die Machenschaften der Pharmaindustrie gab´s ja darüber bislang wenig zu erfahren.
Oder wird geht es wieder nur der Abklatsch oller Kamellen ? Da müssen wir doch mal schauen.
@Herbert: Über die Ökonomie des Dopings (und auch der Korruption, was ja teilweise miteinander zu tun hat) hat Prof. Maennig, selbst Olympiasieger 1988 im Deutschlandachter recht umfangreich veröffentlicht: http://www.uni-hamburg.de/economicpolicy/sport.html. Die soziologischen Betrachtungen von Prof. Bette sind dafür auch hilfreich. Auf jeden Fall sehe ich in ökonomischen Ansätzen einen bisher noch zu wenig beachteten Forschungsansatz in der Dopingbekämpfung.
@Holle,bisher las ich zu diesen Zusammenhängen nichts wichtiges in Zeitungen,obwohl es da finanzielle Interessen geben muß.Ist dies zu heiß für die Medien?
Es müßte nur eine Frage aus der fast noch jüngeren Vergangenheit geklärt werden:
Warum ließ das IOC dieses EPO seit 1987 ganze 15 Jahre nicht testen?
Alleinhersteller war in dieser Zeit Amgen.Wenn die Antwort in diesem Buch steht,werde ich es lesen.
@Walter: Da warte ich auch mal auf einen gut recherchierten Bericht. Zumal man die Vertriebswege von zum Doping eingesetzten “legalen” Arzneimitteln über die Chargennummer (steht auf jeder Verpackung) zurückverfolgen kann. Als Ansatzpunkte gibt es eigentlich genügend Schachteln in den Asservatenkammern. Oder Sportler sammeln mal die Verpackungen/Nummern von dem, was sie von ihren Trainern/Ärzten so alles zugesteckt bekommen…
Was ich aber mit “ökonomischen Ansätzen” meinte, ist etwas anderes: Sowohl kommerzielle Sportveranstalter (Vereine, Verbände) als auch deren Sponsoren haben kein Interesse an einem lückenlosen Doping-Kontrollsystem, sondern lediglich an der öffentlichen Wahrnehmung, es gebe so ein System. Damit dieser Glaube aufrecht erhalten wird, müssen sozusagen “in homöopatischer Dosis” bisweilen einige Sportler, gern auch mal prominente, auffliegen. Wird keiner erwischt, dann glaubt die Öffentlichkeit nicht an ein funktionierendes Kontrollsystem. Zu gut darf das Kontrollsystem aber auch nicht funktionieren, denn dann passiert so etwas wie gerade im Radsport: Da verlieren nämlich dann viele (Konsumenten, Medien und deshalb auch Sponsoren) das Interesse und die Protagonisten ihre Geldquellen. Diese Zusammenhänge/Interessenlagen kann man meiner Meinung nach mit ökonomischen Methoden (Erwartungswert, Spieltheorie) ganz gut durchleuchten.
Auf das aktuelle Ereignis vom Biathlon bezogen: Es wurde mal wieder Zeit für positive Tests, sonst hätte das Kontrollsystem im Biathlon an Glaubwürdigkeit verloren. Mehr als die drei bisherigen Sportler sollten aber bitteschön auch nicht erwischt werden, sonst steigen noch am Ende die Fernsehsender aus!
RP: Hammer-Olympiasiegerin stirbt mit 26 Jahren
Times: World in motion: why we need to know what killed Frederiek Nolf
Tagesspiegel: „Keine Häufung“ – Sportarzt Meyer über den plötzlichen Athletentod
Bietigheimer Zeitung: Prof. Steinacker: Herzmuskelentzündung und Wandverdickung als Gründe
Herr Holle,
gerade habe ich es erst entdeckt.Schön,warten wir also schon zu zweit auf einen gut recherchierten Bericht.
Ich glaube allerdings nicht,dass es am Nichtinteresse an einem lückenlosen Kontrollsystem liegt,eher an den immensen Kosten und den schwachen Tests,die auch fehlerhaft sein können.
Indirekte Tests bei der Tour durch Sottas haben gezeigt,dass das Peloton sofort auf vorliegende Tests reagiert.2001/2002 war das Peloton praktisch sauber,bis sich herausstellte ,dass der neue EPO Test nicht so weit in die Vergangenheit reichte und mit Fremd- oder Eigenblut hantiert wurde.
http://l036sys0.nzz.ch/2007/08/05/sp/articleFEB4O.html
Indirekt wissen sie also in Lausanne genau,wie sauber das Starterfeld jedes Jahr ist.
SZ: Tod aus vollem Lauf
AP: Ex-champ Dajka’s death saddens cycling fraternity
Ralf, Dajkas plötzlicher Tod erinnert mich an das tragische Ende von Il Pirata und dessen Umstände.
http://www.uli-sauer.de/laufen/stories/faz_marcopantani.htm
SPON: “Das ist Wahnsinn”
Mein Dank an Herrn Franke, daß er die lebensgefährlichen Praktiken immer wieder deutlich als solche benennt!
cn: Retired pro Steve Larsen dies
dpa: Ehemaliger Tour-Sieger Fignon an Krebs erkrankt
AFP: L’ancien champion cycliste Laurent Fignon révèle qu’il souffre d’un cancer
Heute auf WDR 5: Tod einer Radsportlegende – Der Fall Marco Pantani
parlonsfoot.com: Les effets du dopage? Partie 1: Mihai Baicu et les victimes du dopage organisé en Roumanie
il Resto del Carlino: Ciclista muore in gara stroncato da un malore
tuttobici: Fazio, un altro giorno triste per il ciclismo
cn: Young Italian Fazio dies during GP Città di Vinci
AP: Russian investigators reopen Cherepanov probe
[...] Friend auf ESPN (”Dream Chaser“) über Mary, die sprintende Tochter der verstorbenen Fabel-Weltrekordlerin, und die Familie Griffith-Joyner: “Al Joyner feels the presence of Florence Griffith 25 years [...]
ein name zum merken?! carmelita jeter — läppische 10.67s über die 100 beim saisonfinale in thessaloniki, rang drei auf der ewigen sprinterinnen-schnellstenliste.
da fehlen auch nur noch 2 hundertstel zu marion jones’ “besten” zeiten.
na dann. ein, zwei zehntel sind da doch bestimmt noch drin!
http://sport.zdf.de/ZDFsport/inhalt/0/0,5676,7892224,00.html
@cf
Danke für den Hinweis und die Warnung! Aber ganz unbekannt ist Frau Jeter nicht, 2009 US-Meisterin über 100 Meter.
Ihre Leistungsentwicklung ist besonders auffällig.
2006 eine mäßige 10,48 und ein Jahr später 11,02, das ist im Alter von 26 Jahren sehr ungewöhnlich.
Ob sie da auch schon den Trainer wechselte?
Der neue Trainer heisst übrigens John Smith! (Trainer von Mitchell und Boldon u.a.)
Die körperliche Veränderung ist auffällig: 2007 sah sie im Vergleich beinahe noch zierlich aus, seither sind einige Kilo Muskelmasse dazu gekommen … Ich dachte an einen Zwilling der späten Kelly White.
[nachtrag]
so… die 2/100 zu jones sind aufgeholt:
10,64s — Jeter läuft Weltjahresbestzeit.
Nun hat Frau Jeter nachgelegt, ich konnte mir diesmal per TV ein Bild machen vom muskulösen Oberkörper und einem Lauf jenseits der Leichtigkeit einer Allison Felix. Hier sieht man den strammen Laufstil der frühen 90er Jahre wieder!
Keine besondere Bewegungsdynamik, welche Ausnahmeläufern immer zu eigen ist, siehe Usain B.
[...] gerade wieder aus meinem Spätsommerschlaf erwacht. Deshalb spare ich mir mal lange Kommentare, diskutiert wird ja bereits über die von John Smith gecoachte famose Carmelita Jeter. Sie ist also die zweitschnellste Frau [...]
Kurier: Frank Vandenbroucke gestorben
Wie ich schon woanders fragte: Wie viele Sportler sind es denn jetzt eigentlich, die am Doping – wenn man den eigenen laienhaften Bewertungen oberflächlicher Pressemeldungen glauben kann, dann vielleicht und eventuell möglicherweise – elendig krepiert sind?
Allein im Radsport geht es um etwa 100 Fahrer, deren Tod in Verbindung mit Doping gebracht wird. Die bei cycling4fans.de angesprochene Liste ist aber mit Sicherheit nicht vollständig…
Hier ist eine Studie,die von 100.000 ausgeht
SUDDEN DEATH IN ATHLETES
und nicht radfahren.
Christian Eichler in der FAZ: Vandenbrouckes teuflischer Pakt
100 Radsportler.
Wenn das noch jemand in Relation zu den Jugendlichen, die auf Trainingsfahrt im Strassenverkehr verünglückten, setzen könnte (Jugendliche deshalb, weil sich die Zahlen bei den Erwachsenen ja überschneiden “könnten”)? Denn das wäre mein eigentlicher Grund, mir eher nicht zu wünschen, dass mein Sohn später mal Interesse am radsport gewinnt. Sollte ich evtl nochmal überdenken.
@ Walter
Die Zahl 100.000 kann nicht stimmen. In dem Link werden nichttraumatische Todesfälle im Sport als selten bezeichnet, mit Fällen von 1,3 bis 14,5 Fällen pro Million im Jahr. Da hat wahrscheinlich jemand irgendwo die Zahl 100.000 als Todesfälle gelesen statt als Bezugsgröße und ist dann auf die Idee gekommen, diese Zahl mit der Zahl der Unfalltoten zu vergleichen.
Es gibt übrigens in den USA ein Projekt, das sich wissenschaftlich mit dem Thema des Athletentodes beschäftigt:
http://www.suddendeathathletes.org/
Todesursache sind nicht immer sportliche Belastung oder Doping. Vor ein oder zwei Jahren gab es eine erste Studie des Krebsforschungszentrums Heidelberg, wo ein Gendefekt entdeckt wurde, der plötzlichen Herztod auslösen kann.
Und hier ist eine neue:
Genmutation schuld am plötzlichen Herztod
Florence Griffith-Joyner et al. : jens weinreich: Of the 100000 who die annually, 45000 of them play basketball, … http://bit.ly/bioeF7
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