Was vom Tage übrig bleibt (30): DLF-Gespräche mit Misersky, Kofink, Treutlein – und Thierse
veröffentlicht: 13. April 2009, 14:56 - zuletzt bearbeitet: 13. April 2009, 22:29Stammgästen dieses Blogs sind Gerhard Treutlein, Henner Misersky und Hansjörg Kofink bestens bekannt. In den Kommentaren schreibt der Leser “rentner”, der sich hervorragend auskennt in der Szene, zu Kofinks Beitrag:
Kofinks Anmerkung zur Dopingproblematik West/Ost ist das Beste, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Alle mit der so genannten Aufarbeitung in den 1990er-Jahren Beschäftigten sollten sie so lange lesen, bis sie sie auswendig können und sich dann ins Kloster verabschieden. Im Übrigen für all die, die mit dem Namen Kofink nicht so viel anfangen können: Der schwäbische Pädagoge war Bundestrainer für Kugelstoßen/Frauen zu einer Zeit, da man im DLV begann wegzuschauen. Weil ihm die Heuchelei gegen den Strich ging, zog er sich angewidert zurück. Kofink weiß also, wovon er schreibt.
Im Deutschlandfunk führte Jessica Sturmberg die drei Dopingaufklärer Treutlein, Kofink und Misersky gestern zu einem Gespräch zusammen. Zum Nachhören, 19:10 Minuten, eine Diskussion über den Umgang mit der Vergangenheit, Lügen der Dopingtäter und Abhängigkeiten einer angeblich unabhängigen Kommission, die mit zwei Leichtathletik-Funktionären (Reiche, Ecker-Rosendahl) vielleicht doch etwas einseitig und parteiisch besetzt ist:
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Mich überrascht besonders die plötzliche Erklärung des Brandenburger Leichtathletik-Präsidenten Steffen Reiche (SPD), wonach Werner Goldmann, der vor Monaten noch als untragbar eingeschätzt, nun plötzlich wegen eines Satzes, dass er den Fall Jacobs bedauere (ein dahingeschriebener Satz, mehr nicht), wieder der geeignete DLV-Bundestrainer sein soll. Das verstehe, wer will. Das UDIOCM, der DOSB-Präsident Thomas Bach, hat mir vor wenigen Tagen im Interview noch gesagt, Goldmann habe “gegenüber dem Zeugen nicht sehr glaubwürdig geleugnet”, man müsse erst mal sehen, wie glaubwürdig ein eventuelles Umdenken einzuschätzen sei. Keine Sorge, gemäß UDIOCM geht die Kommission in aller “Objektivität und Neutralität” an die Aufgabe und ist in ihrer Zusammensetzung ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
Mein Kommentar gestern in der Sendung “Themen der Woche” im Deutschlandfunk:
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Nachtrag: Herbert Fischer-Solms im Gespräch mit Wolfgang Thierse:
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Wolfgang Thierse:
- Es ist eine Entschuldigung und damit ein Geständnis, sehr spät, 20 Jahre danach, und irgendwie wirkt sie auf mich nachgereicht, erdrängt, erzwungen.
- Vertrauen stellt sich her durch Aufrichtigkeit, durch Wahrhaftigkeit. Deshalb ist ein Gespräch notwendig, damit Vertrauen wirklich entsteht und nicht nur Vertrauen herbei gezwungen wird.
- Wer soll ihnen vergeben? Doch nicht Sportfunktionäre der Bundesrepublik. Sondern das setzt wieder voraus das Gespräch mit den Betroffenen, mit den Opfern. Denn die müssen die schwierige, schmerzliche Leistung der Vergebung aufbringen. Ich glaube nicht, dass die Trainer von damals und die Sportfunktionäre von heute sich davor wirklich drücken dürfen.
- Geht zu den Opfern und schaut ihnen ins Gesicht!
Noch einige Leseempfehlungen, manche Texte sind in den Kommentaren bereits verlinkt worden:
- Kommentar von Jörg Hahn in der FAZ: Unpersönliches Papier
- Florian Bauer auf tagesschau.de im Interview mit Walther Tröger: “Vergangenheit ist irrelevant und vergeben”
- Susanne Rohlfing im Kölner Stadt-Anzeiger im Interview mit Ute Krieger-Krause: “Ich will gar nicht mehr verzeihen”
- Karin Bühler in der Berliner Zeitung im Interview mit Henner Misersky: “Das ist der schwärzeste Tag für die Dopingopfer”
- Kommentar von Cornelie Barthelme in der Frankenpost: Scheinheilige
- Jens Hungermann in der Zeitung Die Welt: “Ein Akt politischer Perversion”
- Kommentar von Reinhard Sogl in der Frankfurter Rundschau: Richtiger Schritt
- Kommentar von Reinhard Schüssler in der Neuen Rhein Zeitung: Täter und Opfer
- Frank Bachner und Friedhard Teuffel in der Zeitung Der Tagesspiegel: Ist zur Vergangenheit schon alles gesagt?
- Thomas Reichart auf ZDF.de im Interview mit Werner Franke: “Man hat wissentlich Täter eingestellt”
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36 kommentare zu “Was vom Tage übrig bleibt (30): DLF-Gespräche mit Misersky, Kofink, Treutlein – und Thierse”














Weils mir grade wieder auffällt: könntest du die MP3s, die du in den Player einbindest (welcher hier mangels [aktiviertem] Flash-PlugIn nicht erscheint) auch noch zusätzlich verlinken? Würde es einfacher gestalten, das mal eben auf den Player zu laden und abseits des Rechners zu hören. So wühle ich mich halt durch den Quellcode.
Gebe mir Mühe, beim nächsten Mal. Pionierehrenwort. An was man alles denken muss, ich fand diesen eingebundenen Player doch so praktisch.
Er ist auch praktisch, aber auf dem Rad ist der Laptop dann doch unhandlich ;-)
Das leuchtet selbst mir ein.
Wäre gespannt, ob jemand den Fall Goldmann versteht. Da akzeptiert einer Ende der Neunziger einen Strafbefehl, dann lügt er per “Ehrenerklärung”, dann dieses “nicht sehr glaubwürdige Leugnen”, dann schreibt er nicht etwa einen Reue-Satz dahin, sondern der Satz wird ihm diktiert, von Reiche, wenn ich das richtig gehört hab – und damit, sagt Reiche, erfüllt er das Kriterium der “glaubwürdigen Reue” …
Man kommt sich allmählich bescheuert vor, wenn man das abnorm findet, was hier mit größter Selbsverständlichkeit behauptet und organisiert wird. Mir geht jedenfalls das Unterscheidungsvermögen verloren, wer heute übler agiert: Politiker und Funktionäre für mich eher als die Trainer. Erschreckend, dass jemand wie Reiche nicht einmal mehr ein Gefühl dafür zu haben scheint, was er sagt und tut, sondern das auch noch als eine Art Leistung verkauft. Unvorstellbar, dass er ein so genannter Bürgerrechtler war, Mitbegründer der SDP.
Diese Geschichte unterscheidet sich im Grad der Verlogenheit in nichts von dem, was in der DDR üblich war.
Bei der Gelgenheit möchte ich noch meinem Wunsch nach einem Player mit Lautstärkeregler anbringen. Wäre schön, wenn sich das machen ließe.
Mich macht die Art und Weise dieser Auseinandersetzung betroffen. Sie wirkt auf mich gnadenlos. Darf man wirklich das Schreiben der fünf DLV-Trainer oder die Entschuldigung Goldmanns so heftig beiseite schieben, wie es (nicht nur) hier im Blog geschieht?
Der Hamburger Jurist und Strafverteidiger Gerhard Strate hat Anfang der 90er Jahre gesagt, als es um die Aufarbeitung des Stasi-Unrechts in der DDR ging:
Gewiss, es sind den Dopingopfern tiefe Wunden in Körper und Seele zugefügt worden. Aber das Geschehen liegt 20, 30 Jahre zurück und die Trainer bekennen ihre Schuld, die angesichts ihrer Verstrickheit in das totalitäre System keine alleinige war.
Also: Warum kann, warum will nach so langer Zeit niemand der Opfer den Tätern, die ihre Schuld bekennen, die Hand reichen? Warum kann offenbar niemand vergeben?
Weil der Eindruck naheliegt, dass sowohl das Schreiben der fünf DLV-Trainer als auch die Entschuldigung Goldmanns nur Lippenbekenntnisse sind, die nicht wirklich ernst gemeint sind.
Und es ist keine richtiges Schuldeingeständnis, wenn sinngemäß “falls wir jemanden geshadet haben” drin steht.
Letztendlich ist das Ganze für mich eine PR-Aktion, die es sowohl dem DLV als auch den Trainern erlauben soll, den Statur quo ohne Gesichtsverlust beizubehalten.
@ Hannsheinz Noffke: Ich verstehe Ihre Argumente. Es liegt in der Natur der Sache, dass jene, die nicht einverstanden sind mit der Art, wie das Problem nun juristisch-bürokratisch abgehakt werden soll, ohne jegliche eine Aufarbeitung, und die gegen die herrschende Propaganda aufbegehren und versuchen, diese Propaganda argumentativ zu zerlegen, nun als Ärgernis und verbittert empfunden werden. Dass die Opfer also in die Rolle der Nörgler und ewig unzufriedenen Protestierer gedrängt werden, ist nicht neu, es war zu befürchten und liegt, s.o., in der Natur der Sache.
Indes glaube ich, dass Ursache und Wirkung nicht verwechselt werden sollten. Gnadenlos agieren meines Erachtens Personen wie Goldmann, die zwanzig Jahre gelogen und verdrängt haben. Gnadenlos agieren jene, die diese Erklärungen, wie den einen zusätzlichen Satz von Goldmann, nun einfach durchwinken wollen. Gnadenlos agieren diejenigen, die ihre moralische Mitschuld daran, dass wir noch 20 Jahre nach der Wende teilweise auf dem Niveau der Wendezeit diskutieren, mit diesen Erklärungen ebenfalls verwischen wollen. Gnadenlos agieren diejenigen, die ihre Jahrzehnte währenden Verstöße gegen das Zuwendungsrecht nun mit diesen Erklärungen ebenfalls vertuschen wollen. Mir würden noch einige Argumente einfallen. Die Handreichungen, ob symbolisch oder ganz praktisch, hat es imho fast nur immer von Seiten der Opfer gegeben.
Das klingt jetzt alles sehr gnadenlos, wobei ich sagen muss, ich habe das schon mehrfach formuliert, dass die Schuld derjenigen, die derlei Erklärungen unterschrieben, ganz unterschiedlich wiegt. Sie wird allerdings durch den quasi ahistorischen Inhalt der Erklärungen, die teilweise im Jargon des DDR-Staatsdopings formuliert sind, ebenfalls gnadenlos verwischt. Am Ende bleibt: Diese Papiere werden in ihrer Pauschalität nicht einmal mehr den Tätern gerecht.
Ich habe in den ersten Monaten dieser Auseinandersetzung wahrlich anderes antönen lassen, habe in meiner journalistischen Arbeit in den vergangenen Jahren mit einigen Trainern (Henneberg, Warnatzsch, Pottel u.a.) aber auch Sportlern (Drechsler u.a.) eine Art Frieden geschlossen und habe immer versucht, dies nach bestem Wissen und Gewissen für meine Leser nachvollziehbar zu begründen. Hier aber geht m. E. zu vieles durcheinander, was nicht durcheinander gehen sollte.
Ich finde es übrigens ganz erstaunlich, was Wolfgang Thiere, kein Dopingopfer, im Interview mit Herbert Fischer-Solms sagt:
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herr noffke, ich glaube zu wissen was sie meinen. aber (natürlich muss ein aber kommen) wenn die ausgestreckte hand von juristen, politikern und sportfunktionären verklausoliert geführt werden muss, habe ich schon ein problem damit. ich habe in diesem zusammenhang, in einem anderen kommentar bereits geschrieben, dass ich vor 15/16 jahren den arzt, der mich fast in den tod gespritzt hat… diesen arzt habe ich mit dem ziel angerufen, mich mit ihm zu treffen um mit ihm darüber zu reden…er hat einfach aufgelegt!!!
ich glaube das die meisten dopinggeschädigten liebend gern dieses kapitel in ihrem leben endlich schließen möchten…aber nur wenn sich die täter mit ihren eigenen worten und von angesicht zu angesicht bei uns entschuldigen. der systemzwang war nicht so groß, wie der grenzenlose ergeiz und der vorrauseilende gehorsam, dieser trainer, ärzte und betreuer es war! vielleicht noch eine (auch schon geschriebene) anmerkung…es geht bei den tätern in erster linie um die finanz. existenz und den sportpolitikern vom dosb, dlv, bdr usw, geht es um sportliche erfolge und natürlich auch wieder um ihren ergeiz. stellen sie sich vor wie “dramatisch” es für die heutigen sportfunktionäre wäre, wenn deutschland in der länderwertung an 20. stelle stehen würde.
im gegensatz zu den tätern, mussten wir uns im übertragenen sinne nackt machen…gutachten, beweise etc…dafür haben wir im durchschnitt 10000€ bekommen (fragen sie mal nach, was die trainertäter bis heute so verdient haben)und damit wollten sie uns ganz einfach “vom tisch” haben. dieses geld reicht aber nicht einmal um unsere medizinische versorgung zu sichern und es fragt kein bach, schäuble oder prokop danach, wie es z.b. um unsere finanz. situation bzw. lebenssituation steht.
ich will nicht über die täter richten, aber ich will trotzdem ein gewisses maß an gerechtigkeit!
uwe trömer (…)
Oder um es so zu formulieren:
Aber wenn es keine Instanzen gibt, die eine ehrliche Aufarbeitung vorantreiben oder die Instanzen, von denen man glaubte, sie sollten der Gerechtigkeit verpflichtet sein, nicht mehr können als einen Schlussstrich zu ziehen, zu paktieren, taktieren und Entschuldigungen zu diktieren, bleibt dem Opfer nichts anderes übrig, als die Anklage laut auszuschreien. Es fällt kein Doping-Opfer ein Urteil, schon alleine weil es das nicht kann.
Oder: Wo kein Gericht und kein Gesetz, da kein Urteil. Opfer und Täter bleiben aber immernoch.
@ JW,wußte ich es doch schon damals als normaler Sportinteressierter,sie nahmen die “Pille”, bei Kofink hieß das auch so.
Ich nehme mal das Positive, eine Kugelstoßerin von Kofink und Antje Misersky machten weiter oder fingen wieder an und wurden Weltmeister und Olympiasieger.Also gibt es auch saubere Medaillen.
Warum fragt keiner,was aus den dopinggeschädigten Sportlern der alten BL geworden ist,gibt es welche,wie wird denen geholfen?
Wie mit Trainern und Ärzten ( Weibel ,Huber)aus den alten BL verfahren wird hat der BDR gezeigt.Rudi Scharping :”… wir können doch nicht jetzt verurteilen,wenn es damals gang und gäbe war”
Wolfgang Thierse hebt die globalen Aspekte des Dopings hervor, Deutschland könne nicht auf der Insel der Glückseligen leben.
Seine Weisheit,das es Sportarten gibt,die nicht ohne Doping auskommen,Radsport,hat er vom vielen Zeitunglesen in den letzten drei Jahren,als sich die Journaille überschlug,Doping in Deutschland für immer mit dem Namen Jan Ullrich zu verbinden.
Dopinggeschädigte Sportler der alten BRD: 1995 habe ich bei einer Kleinkoferenz zur Beratung des Manuskripts von Bette und Schimank im Bundesinstitut für Sportwissenschaft genau eine solche Untersuchung gefordert. Darauf antwortete ein Referent des BISp, ein solcher Auftrag sei gerade vor wenigen Tagen an Herrn Hollmann vergeben worden. Später wollte sich niemand mehr an eine solche Aussage erinnern. Dieses Anliegen wurde nie umgesetzt, weder von Hollmann noch von jemand anderem. Giselher Spitzer wollte später etwas Ähnliches umfassender machen; er fand hierfür keine Unterstützung. Das ist doch ideal: Keine Untersuchung, als hat es das Problem eben gar nicht gegeben …
@Jens
gute Erklärung in “Der Richter und sein Anwalt”:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0414/sport/0082/index.html
Über Vertuschung, Verharmlosung, Heuchelei in der Aufarbeitung der deutschen Doping-Geschichte http://snipr.com/fxodz (of)
Herr Nofke, ich habe so viele Jahre naiv gewartet, dass sich meine Doping-Trainer und -ärzte bei mir entschuldigen. Dann, nachdem ich an die Öffentlichkeit getreten bin (vor ca.10 Jahren)hatte ich erwartet, dass sich meine Dopingtrainer und – ärzte bei mir melden. Jetzt, nachdem ich die Realitäten, wie sie waren, wie sie sind und wie sie aktuell von erschreckend ignoranten Sportfunktionären gestaltet wurden und werden, akzeptieren muß, soll niemand von mir erwarten, die andere Wange zur Ohrfeige hinzuhalten. Denn nur das ist zu erwarten von Menschen, die vorgefertigte Texte unterschreiben, ohne die Inhalte wirklich zu meinen. Glauben Sie wirklich, Herr Nofke, dass, vorausgesetzt ein Dopingbetroffener springt über seinen Schatten, dass nur ein dopingbelasteter Trainer in diesem Lande dazu fähig ist, sich wirklich und ehrlich , vorallem persönlich “Aug-in-Aug” bei den Geschädigten zu entschuldigen? Ich nicht (mehr!).
The Australian: Too little too late, as Raelene Boyle slams East German drug coaches
Was ist eigentlich aus Renate Stecher geworden?
MDR (04.03.2003): Stecher, Renate: Porträt
FAZ-Kommentar von Anno Hecker: Persilschein ohne Versöhnung
dlf (mp3-Datei):
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Sendezeit: 19.04.2009 19:38
Autor: Fischer-Solms, Herbert
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Sport
Länge: 07:07 Minuten
Wieso spricht Prof. Franke vom DLV ? Er sollte doch richtigerweise vom DTSB sprechen. Die von ihm mit Namen aufgeführten Personen sind doch mit zwei Ausnahmen alles DDRler, Pansold, Ewald, Springstein,Jacobs und Elbe. Bei den westdeutschen Juristen vom DLV, den verstorbenen Sportlern und ihren Hinterbliebenen und den verantwortlichen Funktionäre bleibt er sehr allgemein. Wenn er schon über den Zustand des deutschen Sports befragt wird, dann sollte er auch hier Roß und Reiter nennen. Herbert Fischer-Solms hätte aber auch mal nachfragen können.
Ich habe schon viel über die angeblich in Austin/Texas gesicherten Akten gehört, aber noch nie darin gelesen. Sind das private Unterlagen oder gehören die dem DSOB ? Was sollen sie den dort? Da gibt es Fragen, die ich Prof.Franke gern mal stellen würde.
Zu den Akten in Austin:
netzeitung.de:
StZ:
@Ralf
Danke.
Habe ich etwas verpasst? Diese DOSB-Pressemitteilung erhielt ich gestern Abend, sie ist aber vom 17. April datiert. Egal:
Das Interessante an dem Vorgang war, dass DLV-Prokop Ostern im DLF erklärt hat, er wisse von der neuen, von Reiche angekündigten Goldmann-Erklärung ganz und gar nichts. Am letzten Wochenende dagegen, im DLF-Beitrag zur Unabhängigkeit der Kommission, hieß es aber so ähnlich wie in dieser PM: Reiches “Beratung” für Goldmann sei mit DLV und DOSB abgesprochen gewesen.
Warum wird er dann ersetzt? Das kleine Komplott im großen Beschiss ist doch schon aufgeflogen …
@ Jens:
Die Meldung wurde in Deinem “Wohnzimmer” auch bereits am 17. April vermeldet… ;-)
Ralf, mein Lieber, ich habe auch nicht wirklich daran gezweifelt. War nur etwas irritiert, dass ich die PM vom DOSB mit vier Tagen Verspätung erhielt. Und habe unter dem falschen Blogeintrag gesucht. Was mich einmal mehr dazu bringt, zu fragen:
1) Eine Fortschreibung der Geschichten mit Links ist ja wunderbar. Nur werden die Kommentare nicht mit in die Suchfunktion von Wordpress einbezogen? Lässt sich das ändern, gibt es ein Plugin, hat jemand Ahnung?
2) Ist es vielleicht praktischer, täglich einen Beitrag mit Links (dann eben doppelte Links: zur Medien-Quelle und zum entsprechenden Beitrag/Beiträgen im Blog) einzurichten? Also ein tägliches “Was vom Tage übrig bleibt”? Wahrscheinlich aber gibt es auch dafür schon Plugins und/oder andere Tools?
@Ralf
Nachdem ich mich direkt an die Biobliothek der Austin University gewandt habe, hat man mir auch unverzüglich geantwortet. Allerdings so easy ist es nicht. Die Akten sind über Internet nicht einlesbar. Im Original dazu folgende Antwort :
…, I suspect there may be some confusion about the ease of availability of this archival material. There is what we call a “Finding Aid”, a list and description of resources, posted on the internet.
However the actual items listed in this archive are only available in print in archival format. They are not posted on the web or available in any scanned format. To view the material, you would need to visit the University,…
Ja, dann auf nach Austin.
@ Herbert:
Vielen Dank meinerseits! Konnten Sie in Erfahrung bringen, wo man die digitale Liste der Unterlagen finden kann? Ich konnte auf die Schnelle in deren Bibliothekskatalog(?) leider nichts finden…
@Ralf
Hier die Links:
http://www.lib.utexas.edu/taro/utcah/00139/cah-00139.html
http://www.cah.utexas.edu/services/proxy_researcher.php
@ JW:
Eine Verbesserung der Auffindbarkeit der täglichen Links fände ich auch gut.
Vielleicht sollte man den o.g. Kommentar nochmal als Blogeintrag aufgreifen, denn den o.g. Kommentar findet man im Moment natürlich genauso wenig…
Die Resonanz dürfte sich sonst in Grenzen halten.
Thomas Seeholzer: Richtig. Mache ich demnächst.
Herbert: Danke. Ich lerne hier täglich was dazu. Es hieß jahrelang, John Hoberman wolle das Material scannen lassen und online zur Verfügung stellen. Ich werde mal bei John nachfragen. So lange gilt: Die Dokumente in diversen Büchern und Zeitungsartikeln nachlesen.
Jochen Mayer in der Sächsischen Zeitung: DDR-Sport war nicht nur Doping
Was vom Tage übrig bleibt (30): DLF-Gespräche mit Misersky, Kofink <b>…</b> http://goo.gl/fb/VIhL
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