Olympia-Milliarden: “We are less dependent on economical downturn”

veröffentlicht: 7. Oktober 2009, 10:36 - zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2009, 14:31

Moin. Heute mal kein Einbruch in mein Auto – hoffe ich jedenfalls, es steht noch in der Werkstatt Ebbe Elmer Biler A/S. Ich habe schon gestern Abend beschlossen, mich nicht länger aufzuregen und hatte ja einen unterhaltsamen Abend an der Marriott-Bar. Heute morgen zunächst ein Kaffee bei Dmitri Tschernyschenko, Organisationschef der Winterspiele 2014 in Sotschi, der in diesem Moment vor der IOC-Session einen Vortrag hält. In Kurzfassung: Alles paletti in Sotschi, alles bestens!

“We are less dependent on economical downturn! Our Prime Minister Wladimir Putin told us: Enjoy the green light in running the project!”

Live aus der Session, die offiziellen Zahlen:

Sotschis Präsentation musste eine Kaffeepause vorgeschaltet werden, weil Olympiaminister Dmitri Kosak sich verspätete. Kosak im Gespräch mit den russischen IOC-Mitgliedern Witali Smirnow und Schamil Tarpischtschew (einst Tennislehrer von Boris Jelzin und verantwortlich für den Verlust von einigen Milliarden Dollar aus dem so genannten Wodka-Fond):

Und hier noch die aktuellen Zahlen, schneller als Nachrichtenagenturen :) zum IOC-Vermögen und zu den Einnahmen des Olympiakonzerns, die IOC-Präsident Jacques Rogge vorhin präsentierte.

TV-Einnahmen (USA und europäische Binnenmärkte wie Deutschland sind für 2014/16 noch nicht verkauft, das wird aber kein riesieges Problem)

Sponsorenprogramm TOP

IOC-Rücklagen

Wenn es um Geld geht, darf er auf der IOC-Session nicht fehlen:

IOC-Mitglied und FIFA-Vizepräsident Issa Hayatou im trauten Gespräch mit Jean-Marie Weber. Aber das ist mal eine andere Geschichte :) Wir haben ja in den vergangenen Tagen erfahren, dass viele IOC-Mitglieder noch nie vom ISL-Bestechungsskandalgehört haben.

10.39 Uhr: Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass vor mir auf den Presseplätzen zwei Kollegen sitzen, die unterschiedlicher kaum sein können: Andrew Jennings und Jean-Marie Weber (OJA).

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12 kommentare zu “Olympia-Milliarden: “We are less dependent on economical downturn””

    1. Mario am 7. Oktober 2009 - 12:00 -

      Das sind wirklich sehr beeindruckende Zahlen…

    2. Jens Weinreich am 7. Oktober 2009 - 11:03 -

      die neuesten zahlen zum reichtum des #ioc: http://jensweinreich.de/?p=5493 #olympic-congress

    3. steffen hamann am 7. Oktober 2009 - 11:23 -

      Sport macht fit. Und auch reich. http://jensweinreich.de/?p=5493 Vielleicht auch korrupt. http://tinyurl.com/y88myog via @jensweinreich

    4. Pecas am 7. Oktober 2009 - 13:24 -

      puh – die verkostung des wodka-fond hat mich jetzt ganz benommen gemacht. ein ziemlich hochprozentiger artikel!

    5. nocheinjurist am 7. Oktober 2009 - 15:15 -

      War Andrew Jennings nicht derjenige, dem Akkreditierungen besonders nachdruecklich verwehrt worden waren?

    6. Jens Weinreich am 7. Oktober 2009 - 16:26 -

      Ja. Von 1992 bis 1999. Sie wollten ihn ja auch ins Gefängnis stecken. Seit 2003 darf er nicht mehr zu FIFA-Terminen.

    7. Tableau de la troupe: das IOC : jens weinreich am 7. Oktober 2009 - 18:16 -

      [...] Mannschaftsfoto “tableau de la troupe” gehört zu den schönen Traditionen im Milliardenkonzern IOC und sorgt doch immer wieder für [...]

    8. Christoph am 7. Oktober 2009 - 19:48 -

      Da JMW offenbar natürlich noch OJA-Mitglied ist und sogar auf der Pressetribüne ein Plätzchen gefunden hat, wage ich nochmal die Frage an den Hausherrn: Ist der
      offene Brief gegen seine OJA-Mitgliedschaft – von einigen empörten Kommentaren anderer OJA-Mitglieder abgesehen – wirkungslos verhallt? Und gehörte das Thema nicht mal als “Olympic Travesty” (oder so ähnlich) zu den oben aufgelisteten Top-Themen?

    9. Jens Weinreich am 7. Oktober 2009 - 19:52 -

      Christoph, gib zu, das sind alles rhethorische Fragen. Ja, der schöne Titel Olympic Travesty stand mal rechts oben. Ist ja unter dem ISL-Komplex immer noch zu finden.

    10. Christoph am 8. Oktober 2009 - 01:15 -

      Ach Mensch, bis zum Eintrag um 10.39 Uhr hatte ich mir tatsächlich noch – ganz gutgläubig – einen Rest Hoffnung bewahrt. Schade! Aber es überrascht mich schon, dass JMW tatsächlich auf der Pressetribüne Platz nimmt. Wie ist der Kollege denn technisch so ausgestattet? ;-)

    11. Jonas Schaible am 8. Oktober 2009 - 02:09 -

      Aporpos Ausstattung. Es klang hier bestimmt schon einmal irgendwo an, aber ich muss gestehen, dass ich keine gesteigerte Lust habe, mich durch alle Texte zu wühlen, also: Darf ich fragen, welche Kamera Du immer für die schicken, aber nicht zu schicken Schnappschüsse verwendest?

    12. Jens Weinreich am 8. Oktober 2009 - 08:58 -

      @ Jonas Schaible. Fast alle Schnappschüsse, die ich aus Kopenhagen veröffentlicht habe, sind Screenshots von dem offiziellen TV-Signal, dass ich im Pressezentrum mit einem DVB-Stick anzapfe und also die gesamte Session und Teile des Kongresses aufzeichne. Das geht hübscher, bei live-Screenshots während der Übertragung sind die Bilder immer etwas verzerrt. Sollte ich vom aufgezeichneten Material Screenshots machen, so wären die für die Online-Veröffentlichung perfekt genug:)

      Ansonsten: Habe noch drei Kameras dabei und nutze, was gerade zur Hand oder in der Hosentasche ist. Das ewige Problem bei Kongressfotos: Ich kriege das mit den Lichtverhältnissen einfach nicht in den Griff. Bin zu blöd, muss endlich mal Nachhilfestunden nehmen.

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