Der Fußball und der böse Dämon
veröffentlicht: 20. November 2009, 16:06 - zuletzt bearbeitet: 27. November 2009, 18:28Ich weiß nicht wirklich, warum die Meldungen über 200 manipulierte Fußballspiele – vor allem in Richtung Balkan, aber auch in unterklassigen deutschen Ligen – derartige Schlagzeilen machen, wogegen andere Meldungen über systemimmanente Korruption im Sport oft untergehen. Hat tatsächlich jemand geglaubt, nach der Hoyzer-Affäre werde es mit rechten Dingen zu gehen? Das ist nur mal so eine Frage.
- Urteil des BGH zu Hoyzer & Co. vom 15. Dezember 2006 (Dank an gua)
Aber Medien funktionieren so wie sie funktionieren, also auch hysterisch. Wenn das Fußballbusiness betroffen ist, das einzig wahre und reine, wenn der Dämon des Bösen mal wieder die unschuldige Branche der Fairplaybewahrer überfällt, dann ist das automatisch ein Skandal. Selbst wenn es das Tagesgeschäft ist.
Nachtrag, 20.54 Uhr, weil der Beginn doch etwas sehr launisch geriet: Die Zusammenarbeit verschiedener Polizeibehörden und der UEFA über etliche Monate hat schon eine beeindruckende neue Qualität. Ähnliche Aktionen – auch in dieser, nun ja: Schnelligkeit – wünschte ich mir mal im Dopinggeschäft und in Fällen anderer grenzübergreifender Korruption im Sport. Da wäre sicherlich viel zu holen. Kaum auszudenken.
So lange gerade die Fußball-Unternehmen (Verbände, Klubs etc.) dermaßen offensiv und gierig mit Wettanbietern kooperieren (ob staatlich oder privat ist mir völlig egal) und Sponsorenverträge akquirieren, kann ich einen Teil des Geschreis, das immer wieder ausbricht, nicht ernst nehmen. Anders gesagt: So lange FIFA, UEFA, IOC, DFB, EPFL (European Professional Football Leagues) u. a. das Wettgeschäft mächtig ankurbeln, gleichzeitig natürlich von Integrität schwurbeln, ziehen sie auch das organisierte Verbrechen und die Ganoven an, keine Frage.
Nehmen wir nur das Beispiel der ESSA (European Sports Security Association), die eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur (WACA) des Sports fordert, was sich ganz nett anhört, gleichzeitig aber, denn es geht ja um das Wettgeschäft, Kongresse wie diesen (“Betting on South Africa 2010“) mitveranstaltet.
Jede Enthüllung, jede Form der Transparenz begrüße ich selbstverständlich – wie eine neuerlich aufflammende Diskussion über den Straftatbestand Sportbetrug (den Sportfunktionäre und ihre Lobbyisten ablehnen), den ich aus zahlreichen und oft genannten Gründen ebenfalls befürworte.
Etliche Links zum aktuellen Skandal, zu dem die Staatsanwaltschaft Bochum heute auf einer Pressekonferenz informierte, gibt es in den Kommentaren zum Beitrag “How to fix a soccer game“. Bei Google news finden sich bereits rund 1000 Meldungen zum Stichwort “Wettbetrug“.
Polizei und Staatsanwaltschaft Bochum teilen mit:
Handout zur gemeinsamen Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Bochum und der Polizei Bochum – Internationale Festnahme- und Durchsuchungsaktion wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges
Seit etwa einem Jahr wird unter Leitung der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität durch das KK 21 – Dienststelle zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität – des Polizeipräsidiums Bochum gegen eine international agierende Bande wegen des Verdachts der fortgesetzten gewerbsmäßigen Begehung von Betrugsstraftaten ermittelt.
Der Tätergruppierung wird zur Last gelegt, sich zumindest seit Beginn des Jahres 2009 zusammengeschlossen zu haben, um auf Sportler, Trainer, Schiedsrichter und Offizielle aus hochrangigen europäischen Fußballligen gegen unterschiedlich hohe Entgelte dahingehend einzuwirken, Ausgänge von Fußballspielen im Interesse der Täter zu beeinflussen.
Für den Fall der Bereitschaft zu Spielmanipulationen setzten die Führungspersonen auf verschiedenen Wegen hohe Bargeldbeträge auf entsprechende Spielausgänge bei europäischen und asiatischen Wettanbietern. In Unkenntnis der vorher verabredeten Manipulationen zahlten die jeweiligen Wettveranstalter neben dem Einsatz auch die betrügerisch erlangten Gewinnsummen an die Mitglieder der Bande aus.
Auf diese Weise erlangte die Täterorganisation Wettgewinne in Höhe von mehreren Millionen Euro.
Im Zuge der bisherigen Ermittlungen wurden ca. 200 Fußballspiele im In- und Ausland festgestellt, bei denen konkret der Verdacht besteht, dass es zu versuchten oder vollendeten Manipulations- bzw. Betrugshandlungen gekommen ist.
Die Spiele teilen sich auf die betroffenen Länder u. a. wie folgt auf:
- Deutschland: 4 Spiele der 2. BL, 3 Spiele der 3. BL, 18 Spiele der Regionalligen, 5 Spiele der Oberligen, 2 Spiele U 19
- Belgien: 17 Spiele der 2. Liga
- Schweiz: 22 Spiele der 2. Liga und 6 Vorbereitungsspiele
- Kroatien: 14 Spiele der 1. Liga
- Slowenien: 7 Spiele der 1. Liga
- Türkei: 29 Spiele von der 1. Liga abwärts
- Ungarn: 13 Spiele 1. Liga
- Bosnien: 8 Spiele 1. Liga
- Österreich: 11 Spiele 1. und 2. Liga
Hinzu kommen mindestens:
- 12 Spiele der Europa League
- 3 Spiele der Champions League
- Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass bei einem Länderspiel zur Qualifikation der U 21- Europameisterschaft manipulativ eingegriffen werden sollte.
Aufgrund der bisherigen Ermittlungs- und Durchsuchungsergebnisse ist anzunehmen, dass sich die Anzahl der tatsächlich durch die Täter beeinflussten Spiele weiter erhöhen wird. Das gleiche gilt für die Anzahl der bisher über 200 involvierten Tatverdächtigen.
Aus ermittlungstaktischen Gründen werden zur Identität der beteiligten Personen sowie der betroffenen Mannschaften derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt.
Am 19.11.2009 wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bochum 15 Haftbefehle im Inland vollstreckt und mehr als 50 Durchsuchungsbeschlüsse in Nordrhein-Westfalen, Baden -Württemberg, Bayern, Berlin, Niedersachsen, Schleswig Holstein, der Schweiz, Österreich und Großbritannien vollzogen. Zudem erfolgten zwei weitere Festnahmen in der Schweiz durch die dortigen Behörden.
In Deutschland lagen die Schwerpunkte der Festnahmen in Berlin, Nürnberg und dem Ruhrgebiet.
Bei den durchgeführten Maßnahmen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das einer detaillierten Auswertung bedarf, die noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird. Daneben wurden Bargeld und Vermögenswerte in Höhe von mehr als einer Million Euro gesichert.
Die noch andauernden sport- und wettspezifisch äußerst komplizierten Ermittlungen wurden und werden durch die Disziplinarabteilung der UEFA in Nyon ständig unterstützt und begleitet.
Das sagen die anderen:
- Die UEFA: “UEFA statement on match-fixing case“
- Der DFB: “DFB und Ligaverband unterstützen lückenlose Aufklärung“
Btw: Es geht beim Problem des Wettbetrugs natürlich nicht nur um Fußball. Wer mag, lausche den Ausführungen des ehemaligen Mafiosi Michael Franzese während der Konferenz Play the Game im Juni in Coventry:
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- Beate Merk vs. Thomas Bach 0:6
- Dr. Theo Zwanziger ./. Weinreich
- Joseph Blatter bleibt unverletzt …
- Was vom Tage übrig bleibt (9)
- Rudolf Scharping sagt auch …
- Rudolf Scharping sagt …
- Notizen vom Sportausschuss (2): Steuermittel für den BDR?
- gesagt ist gesagt: ARD nicht mehr live bei der Tour de France
- Notizen vom Sportausschuss (1): WM 2010 in Südafrika
- Ein Vize-Premier für Sotschi
- gesagt ist gesagt: zur WM 2010 in Südafrika
- Forschungsprojekt Doping
- Vom Umgang mit Dopingproben
- Was vom Tage übrig bleibt (8)
- “Goldener Zehn-Punkte-Plan zum Schutz des Dopings”
- Tim Montgomery: und noch fünf Jahre Knast
- Der IO-Bericht: Kritik an den Dopingkontrollen in Peking
- Die mächtigsten Sportfürsten der Welt
- Was vom Tage übrig bleibt (7)
- @ email von der Fifa
- Nachuntersuchung der Dopingproben von Peking
- “Schumacher aussi positif!”
- Grüße von der Russenmafia: Alimsan Tochtachunow
- Die Barrieren des Jürgen Emig
- Manipulationsverdacht beim Spiel des FC Bayern
- “Versierteste Protagonisten”
- Und es sprach Sepp Blatter…
- Korruption im Welt-Handball oder: der Pharao der IHF
- Usain Bolt dances the Lightning Bolt …
- Was vom Tage übrig bleibt (6)
- “Vielfältige Lebenssachverhalte” (II)
- Ben Johnson et al.
- “Vielfältige Lebenssachverhalte”
- Florence Griffith-Joyner et al.
- Play the Game 2009
- Was vom Tage übrig bleibt (5)
- Was vom Tage übrig bleibt (4)
- “some elements of answer”
- Was vom Tage übrig bleibt (3)
- Was vom Tage übrig bleibt (2)
- Giselle Davies …
- Was vom Tage übrig bleibt (1)
- How to fix a soccer game
- Da Dong
- The day after
- Peking, Tag 24
- Peking, Tag 23
- Peking, Tag 22
- Peking, Tag 21
- Peking, Tag 20
- Peking, Tag 19
- Peking, Tag 18
- Peking, Tag 17
- Usain Bolt oder: das Jogging-Gate
- Tyson Gay
- Peking, Tag 16
- Peking, Tag 15
- Peking, Tag 14
- Peking, Tag 13
- The Big M
- Peking, Tag 12
- Peking, Tag 11
- Peking, Tag 10
- Peking, Tag 9
- Peking, die Eröffnungsfeier
- Peking, Tag 8
- Peking, Tag 7
- Lopez Lomong (III) oder: der Fahnenträger
- Peking, Tag 6
- Der Knöchel des Präsidenten
- Peking, Tag 5
- Peking, Tag 4
- Der Sport-Informations-Dienst im Fegefeuer
- Peking, Tag 3
- Peking, Tag 2
- Die Internetfrage oder: “falsche Voraussetzungen”
- Peking, Tag 1
- Peking, der Start und ein Rückblick
- Hofschranzenkultur
- Das moralische Versprechen
- Programmhinweis (III)
- Dear President Bush…
- Lopez Lomong (II) oder: was das IOC nicht hören will
- Einzelfälle und Euphoriesünden
- Mama-Wunder
- Lopez Lomong: The Lost Boy of Sudan
- Ein bisschen verkrampft
- Zug: das Urteil
- “Marianne und die Kellerkinder”
- “Der Kaiser ist schuld”
- Propaganda (II)
- Die Verschlossene Auster
- IOC-Absurditätenkabinett
- Monopoly 2016
- King Rubén
- Olympische Propaganda
- Leseempfehlung (I)
- the winner is …
- kann man so sehen
- Willkommen im Klub
- Das Schweigen der Lämmer
- Die Putzkolonne
- Das Ergebnis heißt …
- Reptilien und andere Gefahren
- Die Zentren der Macht
- Doppelpass
- Programmhinweis (II)
- Beijing 2000
- Olympisches Feuer
- Pflichtlektüre
- “Köpfe werden rollen”
- Der Präsident sagt …
- Zug: der Gerichtssaal
- Zahl des Tages: 138
- Zug: Das Vorspiel
- Der Himmel über Zug …
- John Fahey
- in eigener Sache
- geschafft
- Propaganda
- Das Nachtprogramm
- Unter Druck
- Tausend kleine Steuertipps
- Die Nacht danach
- “Beethoven in der Endphase”
- Eine kleine Entschuldigung
- Die Qualitätsfrage (II)
- “Schlimmer geht immer”
- Die Qualitätsfrage (I)
- Oops
- Wenn die Kirchenglocken läuten
- “Widerlich und totalitär”
- Wiener Blut
- Nachtrag ISL-Komplex
- Der ISL-Komplex
- Marion Jones – Januar 2008
- “Qualitätsjournalisten” vs. Idiotae des Web
- Zu Gast im Bildblog
- Bernd-Uwe Hildebrandt
- Richard Pound
- Play the Game
- Marion Jones – Oktober 2007
- Marion Jones – Juni 2004
- Stunde der Philosophen
- Doping-Doppelbeschluss
- Die Botschaft der Blockabstimmung
- Kinder unter der Last der Ringe
- Eine Frage des Prinzips
- Die Spiele unter dem Hammer
- Wettlauf im rechtsfreien Raum
- Ein letztes Säuseln
- Mickeymaus unter Milliardären
- Programmhinweis
- Sepp – im Banne der Dämonen
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kommentare
- gun: @marco vom wachsenden Unsinn der Doping-Bekämpfung müssen sie mich nicht überzeugen. Auch nicht davon, dass es Funktionäre, Manager und andere, vorwiegend an Geld...
- Sebastian: Marco das ist echt nicht Dein Ernst, dass Du “Autos” mit Apostroph versiehst. Warum? Warum um Alles in der Welt?
- Stefan W.: Mir erscheint das auch problematisch. Diese Idee, daß die Olympiade das Produkt und Eigentum einer Firma ist – man könnte sich damit abfinden, aber...
- ha: Marco, sorry: Wie undurchdacht, um es freundlich zu formulieren, Ihre angeblich “provokativen” Äußerungen sind, können Sie an eigenen Zitaten erkennen....
- Axel: “Under no circumstances, throughout the duration of the Olympic Games, may any athlete, coach, official, press attaché or any other accredited participant...
- Marco: @jw Ich vergaß zu erwähnen, daß in den USA und Kanada, die Aktivisten eine völlig andere Qualität haben, als hier. Sie sind auch sehr gefürchtet. Besser parkt...
- henner: an marco in 36!zu deiner frage::…”glaubt ihr vielleicht,es war auf der anderen seite des eisernen vorhangs anders?” abgesehen von von den...
- Winfried Kropp: René Martens hat seinen lesenswerten Beitrag auch im Blog www.direkter-freistoss.de veröffentlicht.
- Marco: @gun Laufen Sie vielleicht neben der Spur? @gun, Gerhard Ich weiß, daß ich gelegentlich provokativ bin. Ich begrüße es, wenn Sie mich kritisieren, mich...
- Jens Weinreich: Noch lebendiger wäre es allerdings, der Sportler würde sich selber dabei filmen. Why not. So oder so: Es wäre in beiden Fällen (Deinem und meinem) bzw....
- Axel: @Jens: Das Szenario mit der Siegerehrung stelle ich mir so vor, dass der Sportler einem Betreuer/Teammitglied/Hütchena ufsteller seine Kamera in die Hand drückt...
- Jens Weinreich: @ cf: Was man da so alles beachten muss … Jetzt müsste es funktionieren.
- Ralf: dpa: Staatsanwalt klagt Schwenker und Serdarusic an
- Ralf: Claudio Catuogno in der SZ: ”Ich war bei Olympia gedopt”
- Sönke: Die Staatsanwaltschaft hat wieder das Wort: (von handball-world.com) Staatsanwalt klagt Schwenker und Serdarusic an Die Kieler Staatsanwaltschaft hat die...
- Thomas Seeholzer: Die Komplexität und Unverständlichkeit der Blogrichtilinen machen doch jede Aktivität eines Athleten zum Selbstmordversuch: 13. Verstoß gegen die...
- Ralf: mediencity.de: Doping im Fernsehen: Auf der Suche nach dem Kronzeugen “Erst vor zwei Wochen war klar, dass wir starke Geschichten haben”, sagte der...
- nocheinjurist: @ gun (50): War nicht von mir…
- Ralf: Holger Gertz in der SZ: Die Kakerlake als Maskottchen
- Gerhard: Walter: Zum Vergleich Priester – Athlet: Gemeint ist damit – auf systemtheoretischer Grundlage – dass man gedopte Athleten ebenso wie...
- Herbert: @Ralf Ich möchte mich nicht selbst im nachhinein zum “Missverstandenen 2009″ küren. Da ich schon immer vom System des Dopings gesprochen habe und...
- antioly: Nachtrag: http://www.stadtpanorama.com/p opup/screensaver_gap.html es lohnt sich!!!
- antioly: Tipp: als Bildschirmschoner herunterladen und begreifen, warum dieses Tal nicht noch mehr verschandelt werden darf. Es werden täglich mehr, die dafür kämpfen,...
- cf: außer beim ersten video kommt bei mir übrigens — statt der clips — immer nur der text: “this is a private video. [...] please make sure to accept...
- Herbert: Gemäß dem Proverb “Neues Spiel, neues Glück” wird weiter gepokert: Stefan Schwarzbach, Pressesprecher des Deutschen Ski-Verbandes (DSV), hatte...
- Ralf: @ Herbert: Ganz neue Töne!?? Ich dachte schon, es käme die übliche Medienschelte…
- Ralf: NW: Bewegung im Wettskandal – Verler Spieler sagen beim DFB aus
- Herbert: Einen großen Schaden befürchtet dagegen Martin Wolf, Generalsekretär des Bundes Deutscher Radfahrer. “Wir sehen die Entwicklung im deutschen Radsport...
- Ralf: sid: Ermittler: Deutsche in Blutbank-Affäre involviert Riebenbauer erklärte, dass er Hinweise auf Verstrickung deutscher Biathlethen und Skilangläufer in die...
- Ralf: SpOn: Deutscher Profiradsport – Beinahe radlos Welche Konsequenzen der Ausstieg des einzigen deutschen Pro-Tour-Teams für die TV-Präsenz der Sportart...
- Ralf: Evi Simeoni in der FAZ: Doping in Russland – Es braut sich was zusammen
- Walter: Gerhard, dort finden Sie auch eine große Abhandlung zu Perikles Simon. Mich interessiert ihre Meinung dazu. Mit dem Vergleich Priester=Athlet habe ich aber ein...
- Walter: Marco, wie gesagt,ich sehe Parallelen in der Motivation zum Offenlegen zu Robert Lechner: “Es geht mir darum, meine eigene Glaubwürdigkeit zu erhalten oder zu...
- wolff-ferdinand: ” das trieft schon vor lauter arroganz “- klingt wie`gute alte` DDR-Demagogie – nach meiner Erinnerung wurde jeder in Schule, Lehre...
- ha: Mehr und Genaueres als in der ARD (mit dem sagenhaften Recherche-Ergebnis: “Keiner verantwortlich? Herzlichen Glückwunsch!”) zum russischen...
- Ralf: CP: IOC opens doping probe involving member of gold medal U.S. women’s relay team
- Robert Klemme: Selbst wenn es in der Praxis nicht durchzuhalten ist, ist es für das IOC natürlich völlig logisch, solche Regelungen vorzugeben. Es könnte sogar sein,...
- Ralf: dpa: Jan Ullrich darf Olympia-Gold vorerst behalten Die IOC-Exekutive hat den Fall noch nicht für abgeschlossen erklärt, aber nach ausgiebiger Akteneinsicht...
- Ralf: TT: Dem Blut auf der Spur
- Ralf: Dimitri Jaroschenko im ARD-Interview: “Opfer der Situation” “Ich denke, der Anbieter hat von sich aus unsere Team-Ärzte kontaktiert. Und...
- Jens Weinreich: Und hier auch noch die “Stellungnahme” der IOC-Ethikkommission.
- ha: Gegenkandidat und Gegenargument: China/Deutschland: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo
- jeb: Ist es den Mitarbeitern der Münchener Bewerbungskommission eigentlich untersagt Samsung-Handys zu besitzen?
- enrasen: SB Übertragung im Ersten und erste Schalte nach Vancouver. kati Witt in interview: Erste Frage: “Scheint dir hier alles gut vorbereitet?” Boaaah...
- Ralf: ZDF: Läuft S107 in Vancouver mit? ARD: Russlands zahnloser Kampf gegen Doping
- Ralf: Merkur: Olympia 2018: Journalisten sollen auf drei Orte verteilt werden
- cf: und überhaupt — was ist, wenn ein sportler seine privaten bilder geschützt online stellt. also nur für einen ausgewählten personenkreis, seine...
- Ralf: ots.at: HUMANPLASMA widerspricht Kohl-Spekulation über Dunkelziffer ZDF: Kohl: Gruppenabfertigung bei Humanplasma
- Gerhard: “Was geschehen ist, kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.” … “Fehler wurden auf beiden Seiten der Mauer gemacht.Man muß einfach...
- gun: Tut mir leid, daß trieft schon vor lauter Arroganz. Das hieße im Umkehrschluß, daß ohne “Doping” dieser Rekord nicht geknackt werden könnte. Jeder Rekord wird...
- Jens Weinreich: @ Axel: Du bringst ein schönes Beispiel. Nehmen wir einen Medaillengewinner. Er dürfte sich theoretisch selbst fotografieren und aufnehmen (Ton,...
- jeb: Schlechte Nachrichten für die Münchener Olympiabewerbung: Insidethegames: IOC set to give Pyeongchang Olympic bid a boost by reinstating Lee
- Arnesen: Erster Eindruck der sonntäglichen “Appetitmacher” von ARD und ZDF: ZDF sehr harmlos – bisher nur ein paar beurteilende Akten und ein...
- Marco: zu kommentar 6 tut mir leid für den Blödsinn. Meinte Fackel von deutschen Sportler.
- Marco: Noch ein Interessanter Link. http://it.toolbox.com/blogs/bl ogpotato/beijing-olympian-blog gers-already-breaking-ioc-blog ging-guidelines-26350
- Marco: Anscheinend hat man den Chinesen etwas abgeschaut. Öffentliche “Bekanntmachungen” geschweige “Kritik” sind sowieso nicht erwünscht, auch...
- Mario: Würd mich ja mal interessieren ob die Fifa & das IOC ihre Bloggingrichtlinien für die beiden diesjährigen Grossereignisse zusammen verfasst haben. Hatte die...
- Axel: Die Sportler dürfen also nicht auf Fotos zeigen, wie sie eine Medaille um den Hals gehängt bekommen, oder mit der Flip Cam kleine Video-Kommentare aufnehmen? Das...
- Sibylle: In Katar kann man im Juni/Juli aufgrund der dort herrschenden Temperaturen von über 40 Grad (und nachts nicht unter 30 Grad) nicht Fußball spielen, es sei...
- Gerhard: Wer sich informieren und nicht nur seine Vorurteile und vorgefasste Meinung bestätigen aber keine Bücher kaufen oder leihen will, kann dies tun unter:...
- RalfKohler: Auf die Gesinnung und/oder auf die Ahnungs- und Gleichgültigkeit?!
- Rob: Wills Willi wirklich wissen?
- Walter: Vielleicht kann man auch nur aus der Verwendung des Begriffs Reue Schlußfolgerungen auf die Gesinnung des Redakteurs ziehen? Ich sehe in der Motivation von...
- Herbert: http://www.zdf.de/ZDFmediathek /beitrag/video/963480/Merk-Dop ing-%253D-Straftat#/beitrag/vi deo/963480/Merk-Doping-%253D-S traftat...
- RalfKohler: Pardon, ich verstehe Sie nicht. Bitte den Kontext berücksichtigen. In der Tat habe ich in 36 auf den Punkt angeklagt/nicht angeklagt abgehoben. Ich habe...
- nocheinjurist: @ RalfKohler: Lesen Sie doch mal Nr 36, warum es keine Reue ist, und dann nochmal 43, warum es (auch ohne Anklage) Reue sein kann. Und ich geb Ihnen...
- RalfKohler: Falsche Voraussetzungen, nocheinjurist. Ich bezog mich in Sachen Reue-Thema ausschließlich auf eine Mini Meldung in der Stuttgarter Zeitung. Was hätte ich...
- Marco: Haben wir keine Sportler mehr, die Würdig wären, die Deutschland-Fahne zu tragen? Oder machen es immer jene, die sich mit fremden Federn schmücken?
- Jens Weinreich: @ nocheinjurist: Sehr schön. Das gucken meine Kinder auch gern. Habe mir erlaubt, die Überschrift zu ändern.
- Marco: Willi ist der Beste. Hat er vor dieser Aussage vielleicht etwas eingeworfen oder geraucht? Damit verherrlicht man ein “totalitäres System”
- nocheinjurist: @ RalfKohler: Schön. Warum haben Sie das bei Nr. 36 eigentlich nicht einfließen lassen, sondern sind dort zu einem gegenteiligen Schluss gekommen, weil...
- RalfKohler: Angeklagt war ich noch nicht, bereut habe ich schon. Wobei “bereut” so gesehen auch nur ein anderer Ausdruck für bedauern sein KANN. Ich kann...
- nocheinjurist: Willi wills wissen.
- nocheinjurist: @ mb: Ich dachte, die Themen gerade dieses Artikelt waren im weiteren Sinne Meinungsfreiheit beim Bloggen und Kommentieren sowie Wiederholung von...
- Arnesen: Die Frage ist natürlich nicht in Ordnung. Weil man Superlative doch nicht steigern darf. :-)
- Jens Weinreich: Geht absolut in Ordnung, die Frage. Ich glaube nicht, dass es nocheinjurist böse gemeint hat. Die Frage hat mich – vier Uhr nachts –...
- mb: @nocheinjurist, die Frage an jw ist doch sicher absolut verzichtbar, oder?
- Marco: @Walter Danke für den Artikel. Nein, du hast recht. Perikles Simon hat schon den Nagel auf den Kopf getroffen.
- nocheinjurist: @ JW: Viel Erfolg! Haben Sie schon eine Idee, wer Ihnen dieses Mal eine Unterlassungsverfügung mit minimalster Frist zustellen lassen könnte? @ cf (17):...
- nocheinjurist: @ RalfKohler: Bereuten Sie nur, wenn Sie angeklagt waren? Und: “Zeigt Reue” ist eine Wertung des Journalisten, “spricht von...
- Marco: Hier ein paar neue Nachrichten, beim Essen auf Papptellern! http://www.zeit.de/newsticker/ 2010/2/6/iptc-bdt-20100206-89- 23784038xml...
- Gua: Oh je, das kommt also davon, wenn man mal nicht alle links anklickt. Danke für die Aufklärung, weil ich bisher einfach nicht daran gedacht habe, dass die Blogging...
- Jens Weinreich: Gua, sieh bitte hier nochmal nach, da habe ich zweimal auf Dogfood verlinkt, in dessen Vancouver-Notiz findest Du die beiden Blogger-Richtlinien von...
- Gua: Jens hieß es nicht 2008 noch, dass die Athleten ja nicht bloggen dürfen, weil das ja böse journalistisch ist? Tagebuch im Internet war da glaube ich grenzwertig...
- Marco: @jw Etwas neues aus England. Bis es losgeht.
- Jens Weinreich: das ist halt so in der vorberichterstattung. wird bald spannender.
- mb: ja ok, ich sag mal, die beiden Absätze über die nicht anwesende Führungspersönlichkeit Gerd Heinze und die fehlenden langen Unterhosen des Hausherrn haben mich...
- Marco: @jw Entschuldige meine Unkenntniss.Ich hatte es wortwörtlich verstanden. Tagebuch, nicht Blog. Die guidel. habe ich schon gelesen. Also wenn jemand heutzutage...
- Jens Weinreich: @ Ralf: Maennig verliert sonst kaum ein böses Wort über Olympia. Aber Sportsoldaten mag er nicht. Hat er schon 2008 beim 1. “Deutschen...
- Jens Weinreich: Natürlich darf Friesinger bloggen. Aber restriktiv im Umgang mit olympischem Content. Die Blogging Guidelines habe ich vor einigen Tagen verlinkt.
- Herbert: Ne, jetzt mal im Ernst – es gab in der Zone Menschen, die einfach so Sport getrieben haben? Ohne Doping und Stasi? Man lernt nie aus. @sternburg Frag doch mal...
- Walter: Marco, ich glaube Sportler haben selten ein Problem damit,die Leistung des Anderen anzuerkennen. Im Westen war alles privat: das Doping und seine Aufdeckung...
- Ralf: Wolfgang Maennig in der taz: “Fast schon Militärfestspiele”
- Marco: War gerade auf “Anni’s homepage”. Sie sagt, daß nach IOC Reglement, sie, als Athletin, kein Tagebuch führen darf. Ist das so? Bei Kameras...
- Marco: @jw Vielleicht hielt er dich für einen heimlichen Aktivisten. Trau Ihm nicht, er hat ein ehrliches Gesicht Hauptsache die “Red Bulls” sind drüben....
- Ralf: Auch Florian Bauer greift das Thema Rußland für sport inside auf: “Extrem auffällig”
- Marco: @henner,jw,Ralf Bin nur paar Jährchen älter als der Hausherr(die Zeit habe ich auch erlebt) Niemand will geschichtliche Tatsachen wegwischen oder das Geschehene...
- Ralf: Das folgende hatten wir hier wohl auch noch nicht… Grit Hartmann für dradio.de: Zahl der Dopingfälle “besorgniserregend” ; – Fragwürdige...
- Walter: Thomas Seeholzer, das denke ich auch, nur muß man dazu sagen,dass sich der dt. Verband auch genau an Kuipers Vorgaben für den Fall erhöhter Blutwerte hielt.
- ha: Wo war doch dieses Problem des russischen D-Frage gleich nochmal als debattiert und gelöst dargestellt worden? Dag Vidar Hanstad auf jensweinreich.de: 4. The...
- Ralf: ZDF: Russland unterlief das Doping-Kontroll-System Nach ZDF-Informationen wurden mehrfach Dopingproben von der russischen Polizei beschlagnahmt. Mindestens in...
- Ralf: Radio-Tip: WDR, dok 5 (21.02.2010, 11:05 bis 12:00 Uhr): Tor, Sieg, Betrug – Wettmanipulation im Sport
- Thomas Seeholzer: Warum sollte der Verband den Arzt nicht nominieren? Er hat doch genau das getan, was der Verband von ihm wollte (eine falsche Diagnose gestellt, um...
- Ralf: @ Max Heckel: Freuen Sie sich nicht zu früh! 70 % of the sport infrastructures needed for the Olympic Games are already approved. This ensures that the cost of...
- Max Heckel: es ist auch mal Zeit für eine kleine Hochrechnung meinerseits. 1. München 2. München 3. München 4. PyeongChang 5. Annecy es ist schön, daß wir zumindest...
- Ralf: René Hofmann in der SZ: Überfällige Frage Die Frage darf deshalb nicht lauten, ob Anni Friesinger für die Mannschaft noch tragbar ist. Die Frage ist vielmehr, ob...
- Ralf: NZZ: Die schöne Welt der Fifa – Der Weltfussballverband umschifft wiederholt Unangenehmes
- Ralf: Westfalen-Blatt: Schmerzmittel in »Caressinis« Blut Das betroffene Pferd »Pikeur Caressini« sei für einen Tag in die Box einer dreijährigen Stute gestellt...
- Robert Klemme: Au Mann! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil… Danke, Ralf!
- Ralf: dpa: Lemke: Friedensnobelpreis an IOC wäre ein Signal
- Ralf: Merkur: Ärger um Pläne für Olympisches Dorf
- Ralf: Kurier: ÖOC: Seltsame Beteiligung an der Reiselust Es ist allerdings bemerkenswert, wenn ein ÖOC-Offizieller wie Holdhaus, der seit mehr als 20 Jahren bei keinen...
- Ralf: Capriccio (BR, 04.02.): Olympia in Oberbayern? Wiederholt am Fr., 05.02.2010 um 23.00 Uhr [BR-alpha] und So., 07.02.2010 um 9.15 Uhr [Bayerisches Fernsehen]
- Ralf: Montreal Gazette: Canadian cross-country coach fears doping scandal at Games Montreal Gazette: Coach fights culture of silence about doping – FIS rapped...
- antioly: @Ralf sorry, die Gemeinderatssitzung findet am 10.02.2010 um 18.00 Uhr im Garmisch-Partenkirchner Rathaus statt. Lt. Presse vom heutigen Tage ist zu...
- Ralf: @ antioly: Wieso findet man den Termin vom 09.02. weder hier noch hier? Immerhin habe ich zwei weitere interessante Termine gefunden: 18.02.2010 Kreisversammlung...
- Ralf: @ ha, jw, henner: Danke, daß Sie nicht müde werden, hier immer wieder das Bild geradezurücken. Allen, die ständig versuchen, historische Fakten wegzuwischen,...
- Steve: backup von hand machen macht blind;]
- antioly: Am 09.02.2010 findet um 18.00 Uhr im Grossen Sitzungssaal des Rathauses in GAP die entscheidende “Olympia-Sitzung” statt. Vielleicht ist das der...
- sternburg: Ich könnte es btw verstehen. Sichere irgendwo zwischen 3k und 4k Euro/Monat, und das bei wahrscheinlich einem ganz kleinen bisschen weniger Stress im...
- sternburg: “Wir erwarten: die sichere Beherrschung moderner Informations- und KommunikationstechnologienR 21; “Das Thema ist tabu”.
- Jens Weinreich: @ The Fan (Aber keine bösen Absichten wie einst Robert DeNiro?): Das Thema ist tabu. Habe den Job selbst schon jemandem angeboten, dieser Jemand war...
- Jens Weinreich: Wohl wahr.
- Jens Weinreich: @ jeb: Ich bin nach Seattle geflogen. Da war es so relaxt an der Immigration, wie ich es bei den Amis noch nie erlebt habe, auch nicht vor 9/11. Keine...
- Jens Weinreich: @ Marco: Wenn Du es wirklich wissen willst, auch die Sache mit den “Ausreisekontrollen̶ 1; und folglich äußerst seltenen offiziellen...
- Marco: Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los. Und sie ist doch dabei, nicht körperlich, aber geistig. C.P. allmächtig, allgegenwärtig.
- henner: marko:zur info:bevor ddr-sportler insbesondere im sog.kapital. ausland starteten oder zum klassenfeind ausreisen konnten,(bei der üblichen vorherigen...
- Marco: Und C.P. ist weiterhin gesperrt und bei Ihr hat man gar nicht’s gefunden, nicht mal “Graffelwerk” Emile Zola hätte gesagt:...
- ha: Genau, wo sich das doch bis nach Jamaica verbreitet und diesen wunderbaren Film Cool runnings ergeben hat.
- Marco: @henner. Bei Kontrollen fiel die DDR im internationalen Sport nicht häufiger als andere Länder auf. Das waren noch Zeiten, als die Mauer stand. Und Jürgen...
- sternburg: Ne, jetzt mal im Ernst – es gab in der Zone Menschen, die einfach so Sport getrieben haben? Ohne Doping und Stasi? Man lernt nie aus.
- jeb: Interessant und amüsant was Jeff Lee über die Sicherheitschecks am Flughafen in Vancouver twittert: OMG! At Powell River airport the over-the-top #Van2010...
- sternburg: “Ohne Breitensportwirkung” nimmst Du zurück! ;)
- jeb: Interessant und amüsant was Jeff Lee über die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen in Vancouver twittert. Wie war es bei dir Jens? Bin mal gespannt, was mich...
- sternburg: “Schöne” Fotos. Sollte jeder mal gesehen haben.
- henner: die wesentlich bessere medaillenbilanz der ddr im weiblichen hochleistungssport ist doch eindeutig auf die erhöhte wirksamkeit von anabolika(oral-turinabol,...
- The Fan: Das hier wäre doch ein sehr schöner Job für jw: Jobangebot
- Marco: @mb Absolut meine Meinung. Beim Zahlen wird die Öffentlichkeit herangezogen, ansonsten “Klappe halten” und Autonomie entscheiden lassen. @JW Noch...
- Jens Weinreich: Ich bin erschrocken, auf welches steinzeitliche Niveau die Diskussion immer wieder gezogen wird. Herbert, Sie haben doch nicht etwa erwartet, dass ich...
- Ralf: @ Robert Klemme: Das sind erst mal die “Ausbauten der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen für die Ski-WM 2011″. Die Naturschützer vor Ort fürchten,...
- Robert Klemme: Ralf, danke für den Link! Wie kann das eigentlich sein, dass solche umfangreichen Bauarbeiten durchgeführt werden, ohne dass die Bewerbung schon durch...
- sportinsider: @ha: Doping ist und bleibt bullshit.
- Ralf: Gesellschaft für ökologische Forschung: Kritik an der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 Beeindruckende Fotobeweise für die Naturzerstörung in...
- Berlino: Mich freut erst mal, dass dieses Blog wieder erreichbar ist, mit samt seinen bisherigen Beiträgen. Ich freue mich auf spannende Berichte aus Vancouver. Beste...
- ha: sportinsider, “alle Läufer der westlichen Hemisphäre” disqualifiziert man womöglich deshalb nicht, weil man seit dem Dubin-Report weiß, wie die Gruppe...
- gun: @marco vom wachsenden Unsinn der Doping-Bekämpfung müssen sie mich nicht überzeugen. Auch nicht davon, dass es Funktionäre, Manager und andere, vorwiegend an Geld...













"Der Fussball und der böse Dämon" #wettbetrug #match-fixing – http://bit.ly/246o9I
RT @jensweinreich: "Der Fussball und der böse Dämon" #wettbetrug #match-fixing – http://bit.ly/246o9I
[...] Der Fußball und der böse Dämon : jens weinreich jensweinreich.de/?p=5815 – view page – cached veröffentlicht: 20. November 2009, 16:06 – zuletzt bearbeitet: 20. November 2009 – 16:06 [...]
RT @jensweinreich: "Der Fussball und der böse Dämon" #wettbetrug #match-fixing – http://bit.ly/246o9I
RT: @jensweinreich: "Der Fussball und der böse Dämon" #wettbetrug #match-fixing – http://bit.ly/246o9I
RT @jensweinreich: "Der Fussball und der böse Dämon" #wettbetrug #match-fixing – http://bit.ly/246o9I
Der Fußball und der böse Dämon http://bit.ly/4qXBs5
#Fussball
Der bisher beste Beitrag zum Thema: http://jensweinreich.de/?p=5815 #Wettbetrug
Natürlich gibt es jetzt einen Aufschrei, und natürlich ist der auch gerechtfertigt. Denn jetzt gibt es eben handfeste Ermittlungen. Was ist daran nicht nachzuvollziehen? Selbst wenn mancher Journalist und Insider ahnte, dass es diese Vorgänge gibt, ist es doch etwas völlig anderes, wenn es echte Beweise gibt.
@ Jan: Habe ich “nicht nachvollziehen” gesagt?
Das gönne ich allen Betrügern. Vor allem Großganoven. Das würde ich auch einigen Sportfunktionären gönnen, etliche Namen werden hier regelmäßig genannt.
Es geht doch gar nicht darum, was “Insider ahnten”, und was jetzt “völlig anders” sein soll. So einfach, wie Sie das darlegen, ist das nun wirklich nicht. Weder in diesen Fällen noch ganz generell beim Thema Korruption im Sport, zu dem ja auch Doping gehört. Ein Problem, ebenfalls ganz generell, sind oft genug Staatsanwaltschaften und beispielsweise auch der fehlende Straftatbestand Sportbetrug. Auf letzteres habe ich hingewiesen und, wie üblich, einige weiterführende Links und Materialien angeboten. That’s it.
RT @jensweinreich: "Der Fussball und der böse Dämon" #wettbetrug #match-fixing – http://bit.ly/246o9I
Ich bezog mich nur auf den ersten Absatz. Alles was ich sagen will: Ich finde es angemessen, dass diese Nachricht jetzt derartige Schlagzeilen macht. Unabhängig davon, dass das Thema Korruption -und natürlich auch Doping- im Sport generell ein größeres Thema sein sollte.
Na hab ich ja immer gesagt, als sich die ganzen Fußballer in Sport-Foren über Doping im Radsport aufgregten. Da habe ich den ganzen Sommer über geschrieben: Ihr Fußball-Fans habt eure Wett-Skandale welche viel viel tiefer in die Integrität des Sports hinein reichen. Ich wurde belächelt, beschimpt und beleidigt.
Der Fußball ist keinen Deut besser als Pro-Radsport, mit dem einzigen Unterschied das es im Radsport bisher keinen bekannten Fall von Wett-Skandalen oder Abspreachen gibt (ausgenommen sind natürlich die sog. Kirmes-Rennen bzw. Criterien nach großen Rundfahrten, welche jedoch nicht zum offziellen Rennkalender der UCI zählen).
Ist schön das der ach so gute Fußball schlimmer dran ist als der böse böse Radsport.
Mein Gott, “freu” ich mich jetzt. Übrigens sind meine Kommentare in den Foren archiviert (nicht das ich jetzt als Besserwisser dastehe).
Ihr habt eure belgischen, tschechischen, finnischen, chinesichen, deutschen (Bundesliga-Skandal 1971, Wismut Aue, Hannover 96 gegen Kaisersautern, Hoyzer, Calmund, Bayern gegen St.Petersburg), italienischen (Rossi anfang der 80er, Ende 90er- Anfang 2000er-Skandale, Juve-Moggi-Skandal), brasilianischen und nicht zu vergessen eure WM-Skandale (Argentinien 1978, Ghana gegen Brasilien 2006, Italien gegen Australien 2006, Südkore gegen Spanien 2002), des weiteren eure CL- und UEFA-Cup-Skandale. Das beste zum Schluss: Das alles ist nur die Spitze des Eisberges. Also schön weiter verarschen lassen und dafür auch noch hart verdientes Geld in Eintrittsgelder verschwenden, während ich Ulle Entgeltfrei am Straßenrand bewundern durfte. Köstlich.
Ihr armen Fußball-Fanboys. :-)
P.S.: Natürlich hat Schiri Hansson aus Schweden Frankreich gegen Irland verpfiffen. Das ist soooo klar wie Kloß-Brühe. Armselig sich diesen Profi-Fußball-Schrott noch anzusehen. Ihr tut mir leid. Sorry for you all…. Die Wett-Paten lachen über euch bis ins Grab !
Genug gewettert über Gott und die Welt? Welche Fußballfans kritisierst Du eigentlich, FoxxyBrown1111? Ich glaube, hier bist Du falsch.
Vermutungen über meine Intention zu schreiben helfen nicht, denn sie sind falsch. Falls Sie z.B. kein Fußball-Fan sind, wundere ich mich über Ihre vielen Artikel, eben auch über Fußball.
Ich wettere (wobei, wenn ich das tun sollte, tun Sie es auch, also würde ich sagen wettern ist hier das falsche Wort) über einseitige Bericherstattung und glaubte Ihre Seite sei für Sport genau richtig. Ich habe Ihre Ben Johnson- und LA-WM-Berichte gelesen und dachte ich sei hier richtig. Nämlich NICHT bei einer einseitigen Berichterstattung.
Der Radsport wurde (v.a.) in Deutschland kaputt geschrieben, während trotz zig Skandale im Fußball kein Umdenken stattfand (eben v.a. auch in der Journalisten-Sparte). Nur das wollte ich zum Ausdruck bringen. Deshalb dachte ich hier richtig zu sein. Nun gut, wenn Sie denken ich sei hier falsch: sei´s drum :-)
Hochmut kommt vor dem Fall,
dennoch, ich bin nicht nachtragend,
freundliche Grüsse aus Berlin.
@ FoxxyBrown1111: Da geht vielleicht ein bisschen viel durcheinander. Zunächst: Ich bin kein “Fußball-Fan”, sondern versuche Journalist zu sein. Ich glaube auch nicht, dass der Radsport kaputtgeschrieben wurde, sondern dass er sich selbst kaputt gemacht hat. Aber zumindest Walter und Herbert, die hier regelmäßig mit mir und anderen darüber
streitendebattieren, sind da gewiss anderer Meinung ;)Nchtragend bin ich auch
nicht, nein, korrekt: nur manchmal. Aber immer direkt.Na dann würde ich sagen Sie sind Fußball-Kritiker und/bzw. Profi-Sport-Kritiker (wie auch ich).
Dennoch denke ich, daß Wett-Manipulation weit mehr negativen Einfluss auf die Integrität des Sports haben als Doping. Und das sollte dementsprechend von Journalisten “gewürdigt” werden.
Denn: 1.) Es ist bis heute nicht bewiesen ob Doping überhaupt positiven Einfluss* auf die Leistung hat (darüber habe ich mehrere Studien gelesen und mich mit Leistungssportlern unterhalten; zumindest die Ärzte konnten nur Placebo-Effekte erkennen)
2.) Selbst wenn Doping wirkt, so ist immer noch Talent,- Fleiß,- und Training der Hauptfaktor beim Ausgang von Sportereignissen
Ganz anders bei verschobenen Spielen: Nicht der talentierteste gewinnt, sondern der skrupeloseste
Deshalb macht es mir als ehemaligen Sportler (der jetzt leider Bandscheibenprobleme hat und deshalb aufhören musste wesentlich) mehr Freude eine echte Leistung (wie z.B. Ullrichs Husarenritte) zu bewundern, als nicht zu wissen ob ich gerade ein echtes Spiel sehe oder ob ich gerade “verschaukelt” werde.
Im Grunde muss man bei auch nur einem verschobenen Spiel immer davon ausgehen, daß das gerade laufende ein manipuliertes ist.
* nur bei NICHT-Schnellkraft-Sportarten wie z.B. Bodybuildigung/Gewichtheben/Kugelstoßen konnten Leiszungszuwächse durch Doping eindeutig festgestellt werden
Ohohohoh, FoxxyBrown1111, schauen Sie sich hier und im Internetz ruhig mal um, da werden Sie jede Menge Beweise finden, dass Doping sehr wohl was bringt, 20 Prozent in vielen leichtathletischen Disziplinen, grundsätzlich rund zehnprozentige Steigerung der Ausdauerleistung durch Epo. Laut Lundby-Studie können Epo-Behandelte 54 Prozent länger mit 80 Prozent Maximalkraft fahren etc. pp.
Bitte, ich will ein guter Hausmeister und Gastgeber sein, aber einige Grundkenntnisse wären vielleicht nicht schlecht – bzw. wäre es hilfreich, diese zur Kentnnis zu nehmen. Wenigstens das.
Über derlei Behauptungen, wie Sie sie da verbreiten, mag ich wirklich nicht diskutieren.
Ich würde Ihnen gerne die Links bei Interesse senden. Sowohl Nandrolon als auch Wachstumshormone und Opiate brachten bei Ausdauersportlern keine besseren Ergebnisse als bei der Placebo-Kontrollgruppe.
Ich habe tatsächlich versucht im Internet etwas über nachgewiesene Leistungszuwächse zu finden. Das einzige was ich fand war bei sportsscientists.com etwas über DDR-Kugelstosserinnen.
Über Epo fand ich den Bericht eines Prof. der nach LÁlpe de Huez eine um (so weit ich mich erinnere) 6% schnellere Zeit schaffte als er das Mittel nahm. Es könnte zumindest theoretisch sein, daß auch dieser Zuwachs auf Placebo zurückzuführen ist.
Eine durch Medizin gesteigerte Maximalkraft hat, so kann es sein, Nachteile auf längere Sicht.
Ich möchte nicht Ihre Meinung ändern, dachte aber Sie als Journalist wären für Argumente offen und nicht “festgefahren”. Ich habe auch Herrn Köchli (Ex-Trainer bei LaVieClaire), Peter Winnen, Willy Voet, Rolf Järmann u.a. zur Kenntnis genommen, die mich überhaupt erst auf das Placebo-Effekt aufmerksam machten.
Ich lass mich gerne belehren und nehme zur Kenntniss das Epo die Leistung positiv beieinflusst. Dabei warte ich immer noch auf die Ergebnisse der neuesten australischen Studie.
Auch Ihre Kritik nehme ich aufrichtig entgegen.
Vielen Dank für die Lundby-Studie,
so hat es trotz grosser Meinungsunterschiede etwas gebracht Ihre Seite wieder einmal zu besuchen.
Es wäre schön auch Meinungen zu akzeptieren die sicherlich der Ihren zuwider läuft. Auch wenn es schwer fällt: Viele Menschen im Lande (auch Radsportkritiker, und weiß Gott nicht nur “Bild”-Leser) erfreuen sich auch nach den Doping-Enthüllungen immer noch den Sternstunden die Jan Ullrich gebracht hat. Diese Menschen können seine Leistung schätzen, sie können vergeben. Jeder kann das der mal 20 km am Stück bergauf gefahren ist.
Trotz allem, Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg, und verbleibe in Erwartung einer weiteren journalistischen Sternstunde wie Sie sie mit dem Ben Johnson Artikel hinlegten.
P.S.:
Ich nehme an Sie meinten diese Lundby-Studie?
http://resources.metapress.com/pdf-preview.axd?code=350152428281h7l8&size=largest
Anmerkungen aus der normalen Mitte.
Der erneut veröffentlichte Betrugsfall in Sachen Fußballwetten lässt viele überrascht erscheinen.
Zuerst die Justiz, durch einen gewaltigen Aufwand mit so genannten Frühwarnsystemen sollte das vermieden werden, keine Überraschung, ein Schock!
Dann die Journalisten, berufsmäßig auf der Suche nach Ungereimtheiten und gereimten Erfolgsgeschichten, erst überrascht und etwas später natürlich: alles geahnt. Nur wir, die normale Mitte haben weder von den einen noch den anderen im letzten Jahr etwas erfahren. Dennoch haben wir es wirklich gewusst.
Wenig vertraut mit den Wettmöglichkeiten des Internets wies mich vor einem Jahr ein Bekannter auf die Quoten der „Livewetten“ hin. Das war in ein paar Minuten im Internet leicht zu verfolgen und ein echtes WETTrennen, da schossen die Quoten mit nahendem Spielende nur so im Zimmer des verblüfften Betrachters herum. Sicher auch in der
Phantasie der vielen Zocker.
Zwei Anrufe später, zuerst dem Tippgeber meine Verblüffung mitgeteilt, der konterte
locker mit „alter Hut“ und „Asien“. Der nächste Anruf bei einem asiatischen Bekannten
bestätigte den Tipp und ich erfuhr vom Volkssport und den lustigen Kommentaren zu Spielen in Europa. Schon damals habe ich nicht auf saubere Spiele gewettet. Gewettet hätte ich aber auf die erfolgreiche Arbeit der oben genanten Justiz und Journalisten, zum Glück habe ich es
nicht getan. Über ein Jahr später versucht sich die Justiz mit dem Verweis auf umfangreiche Ermittlungen und nun erfolgreicher Enthüllung zu entschuldigen. Leider hat bis dahin auch bald der letzte Beobachter den Glauben an Fairplay verloren.
Ich stelle mal eine These auf:
Die Probleme des modernen Sports (Betrug aller Art), beginnen bei den Fans.
Nicht bei den Sportlern, nicht bei den Funktionären, bei den Fans. Denn, die Fans gehen trotzdem hin, sie verteidigen mit Klauen und Zähnen Betrüger weil “das nicht sein kann”. Es sind die Fans, welche die Show bezahlen. So lange sie zahlen, gibt es keinen Grund für Sportler und Funktionäre was zu ändern.
Man zeige mir den Fan, der protestiert, wenn seine Heimmanschaft oder sein Lieblingssportler in dubiose Art und Weise gewonnen hat.
Ebenso sind es die Fans, denen die Politiker Honig ums Maul schmieren wollen. Man sehe sich nur das regelmäßige Kasperletheater um Bundesliga-Rechte für den ÖR oder das Gezerre um die Tour im ÖR an.
Jeder abgehalfterte drittklassige Politiker kommt bei solchen Krisen aus seinem Loch gekrochen, um der Horde minderintelligenter Fans, mit Verlaub gesagt, den Sch…. zu lu…… Minderintelligente sind prima Wähler. Der Fan will seinen Betrügersport? Ok, der Politiker sieht zu, dass der Fan ihn bekommt. Anti-Doping Maßnahmen sind dabei nur hinderlich. Und Anti-Korruptionsmaßnahmen stehen Politiker auch schon mal aus persönlichen Gründen grundsätzlich ablehnend gegenüber.
Fans lassen alles mit sich machen, wie die Anbieter von Bezahl-Fernsehen oder Merchandising, vermutlich mit einem breiten Grinsen im Gesicht, erzählen können. Sie murren vielleicht, aber sie kaufen doch.
Was bleibt für den Nicht-Fan? Ein Gemisch aus Langeweile, Ignoranz und Kopfschütteln. Wenn wenigstens keine Steuergelder und Rundfunkgebühren dafür verschwendet würde.
Aber nicht bei allen Fans,
ich bekenne mich als Fan (nicht unbedingt Fußball, es sei denn WM/EM), und ja Sie haben Recht. Es ärgert mich das die Fans alles mit sich machen lassen. Aber die Journalisten tragen eine GROSSE Mitschuld. Wie kann ein Lance Armstrong hochgejubelt werden, wie kann der Skandal Bayern-St.Petersburg nach 2 Tagen aus der Presse verschwinden, wie kann es sein das Journalisten jede Fehlentscheidung als “Tatsachenentscheidung” übernehmen, wie kann es sein das Bolt als “Übermensch” dargestellt wird usw.
Würde bei jedem dubiosen Sportereigniss eine ähnlich (über-)kritische Bericherstattung erfolgen wie bei der Jan-Ullrich-Jagd, wären wir viel weiter. Das es funktionieren kann hat die Einführung des Blutpasses, Razzien usw. beim Radsport gezeigt. Der Druck wurde so groß das die UCI etwas unternehmen musste. Leider sind wir schon wieder auf dem absteigenden Ast, seit Epo-Lance dafür sorgte das Pound nicht mehr bei der WADA ist und die ASO Clerc absägte.
Ich für meinen Teil habe die Konsequenz gezogen: Boykott aller beworbenen Produkte, kein Besuch von Veranstaltungen wo Eintritt fällig wird (Ausnahme: ich war bei der LA-WM meiner Tochter wegen, ich gebe zu die Zuschauer vollbrachten die “beste” Leistung), kein Pay-TV und keine Wetteinsätze die mit Geld zu zahlen sind (also max. private “Tipp-Runden”).
Dennoch: Im Sport sind immer noch Talent,- Fleiß- und Training erforderlich. Das macht den Sport immer noch sehenswert. Während in Politik- und Wirtschaft (und bei Sportfunktionären) solche Eigenschaften Fremdwörter sind. Da reicht Vitamin B, Korruption und Menschenverachtung aus. Diese gesellschaftlichen Zweige sind für immer und ewig verloren, nur der Sport hat noch eine minimale Chance zu überleben. Deshalb ist die Entäuschung über Sport-Skandale auch immer besonders groß. Zu Recht.
Franz,
das Wort “Fans” gefällt mir eigentlich selten, weil es schon impliziert, dass der damit bezeichnete Zuschauer dem Gegenstand seines Interesses mehr oder minder kritiklos gegenübersteht.
Vielleicht können wir es anders formulieren: Die Probleme des modernen Sports beginnen, wenn genügend Aufmerksamkeit und Nachfrage entstanden ist, um einen Markt aufzubauen. Kurzum: Wenn Geld fließt.
Von Zuschauern, von Sponsoren, vom Staat, von Wettern.
Ich glaube, es war Stefan Niggermeier, der einmal eine Kritik des Internet (da gibt es Gewalt, da gibt es Pornographie, da gibt es dummes Geschwätz, da gibt es Betrug) zerpflückte, indem er sinngemäß schrieb: “Man ersetze ‘Internet’ durch ‘Welt’, dann stimmt der Text auch.”
Mit “Sport” und “Welt” sieht es nicht viel anders aus, denke ich.
Warum auch?
Na wie ich schon sagte:
Der Unterschied zwischen “Welt” und “Sport” ist:
Im Sport ist immer noch Talent gefragt. Das Bewundern von Leistung die man in der Jugend dachte auch erbringen zu können aber dann merkte das es für die Spitze nicht reicht ist der Grund der Popularität des Sports, die Motivation der Massen sich als bewundernde Fans zur Verfügung zu stellen (Vgl. Sie mal die Zuschauer-Mengen im Bundestag gegen die einer TdF-Etappe; und trotzdem ist die Politik durch und durch verdorben).
Notiz an mich: Niemals für ein Internetforum o.ä. Verantwortung tragen.
Das ist krass, wie sich die Presse über den Wettskandal auslässt.
Siehe hier: http://sportnachrichten.net/tag/wettskandal
Aber wundert euch das wirklich? Damals als Hoyzer in den Knast musste, wurde es irgendwann schon ruhig. Auch damals hat Hoyzer von einem europäischen Netzwerk gesprochen. Man sprach auch von Manipulationen in Asien. Und trotzdem wurde es irgendwann ruhig… Es war doch nur eine Frage der Zeit bis das Ganze an die Öffentlichkeit geht. Das die Sarpina-Brüder sich mittlerweile ein weltweites Netzwerk aufgebaut haben.
Macht die Augen auf… Immer wenn es um so viel Geld geht, wird es Kriminelle geben, die etwas versuchen zu manipulieren, um ihren Teil des Kuchens zu vergrößern. Das geht bei Dritten los, wird aber genau wie damals auch zu Spielern, Schiedsrichtern und Funktionären führen.
Was was soll man machen, wenn man mittlerweile auf jeden Mist wetten kann? Wie lange ist die Nachspielzeit? Fallen mehr als 4 Tore? Wer hat den nächsten Eckball? Wer schießt das erste Tor? Man muss nicht immer nur manipulieren, wer gewinnt oder verliert…
Das Ganze muss aufgeklärt und die Schuldigen bestraft werden und trotzdem müssen wir uns an den Gedanken gewöhnen, dass auch schon bald wieder der nächste Wettskandal kommen wird.
SZ-Kommentar von Thomas Kistner: Ende des Aussitzens
@ sternburg: Eine gute, wichtige Notiz. Leider nicht an mich. Du glaubst gar nicht, welche Worte ein gewisser Kommentator, der neu hier ist, gerade in einer Email an mich benutzt hat. Unkenntnis schützt halt vor Dummheit nicht. Und nun wieder zurück zum Thema: einer sinnvollen Diskussion.
Ignorieren, auch wenn’s schwer fällt. Meist verschwinden Sie dann genauso schnell wieder wie sie gekommen sind.
@ Ralf: Kistners Aufmacher “Wie im Domino-Spiel” finde ich leider nicht online. Das beste Stück, das ich heute dazu gelesen habe, weil es viel mehr erklärt und wichtige Hintergründe benennt (auch die von mir gestreiften nach der Verantwortung der Sportverbände/funktionäre) als in der Pressemeldung der Staatsanwaltschaft steht. Überrascht mich das bzw. die Qualität? Natürlich nicht :) Und ich habe sieben Zeitungen gelesen, im Flieger nach Frankfurt zur Konferenz “besser online” des DJV. In der FAZ habe ich nicht einmal einen Kommentar zum Thema gesehen.
hier hat den kistner-text scheinbar jemand abgetippt (kommentar #2)
@ cf: Merci. Frage: Zählt Dein Hinweis noch zum tag “kollektive Intelligenz” oder ist das bloß “Content-Klau”?
naja… also streng genommen hat es wohl eher weniger mit kollektiver intelligenz zu tun, sondern schon mehr mit dings.
aber vielleicht so als überbrückung, bis es irgendwann dann auch mal offiziell online landet…
Erste Regel im Umgang mit der SZ-Website:
NIE, ich wiederhole: NIE die SZ-eigene Websuche oder gar die Navigationsstruktur zum Auffinden von Texten benützen. Das kriegen die seit Jahren nicht hin (und wollen es teilweise auch nicht hinkriegen, weil einige Texte nach eine Zeit ins Bezahlarchiv wandern)
Nur, und ausschließlich Google zur Suche der SZ-Website benutzen. Voila:
http://www.sueddeutsche.de/sport/802/495132/text/
@ dogfood: Hoffe, Du bist wieder genesen. Lustig ist: Gerade wurde auf einem Panel bei “besser online” auf FAZ.net hingewiesen, wo es sich ähnlich verhält wie auf sz.de. Jemand bezeichnete die Bezahlung für einen Artikel auf FAZ.net, der in der Regel doch auch frei verfügbar ist, als “Dummensteuer”, ein anderer als “Strafsteuer für Leute, die nicht mit der Google-Suche umgehen können”. Gebe zu: Ich vergesse das auch gern und verspreche, mich beim nächsten Mal an Deinen Ratschlag zu erinnern. Tatsächlich hatte ich nur die Suchfunktion der sz benutzt.
Und, der Text erklärt doch ein bisschen was, oder?
Re: Genesen.
Hat sich heute gut angefühlt, mal sehen was die Nase am Sonntag macht.
Re: FAZ.net/SZ
Ich will es mal so sagen: bei der SZ *weiß* ich, dass die Suche zumindest teilweise nicht alles liefern soll, um das Geschäftsmodell der Bezahlartikeln nicht zu unterlaufen.
Bei der FAZ.net *weiß* ich, dass da zumindest teilweise auch Softwareprobleme gepaart mit IT-Abteilungsunlust mit reinspielen.
(Unter dem Software/Webdesign-Aspekt hat die SZ in den letzten 6-12 Monaten nach außen deutlich zugelegt, während bei der FAZ kaum was passiert ist)
Re: SZ-Artikel
Der größe Aha-Effekt war für mich rund um die UEFA/Limacher, die was zu taugen scheinen (und sehr schön die nationalen Verbände in der Luft hängen ließen – die Österreicher bekommen vor einem offiziellen Besuch bei der UEFA am Mittwoch null Infos).
Die Domino-Effekt-Erklärung inkl. “Trittbrettfahrer” erscheint mir aber nicht 100%ig plausibel, da hier erst recht die Frühwarnsysteme anschlagen müssten…
Re: Florian Busch
Schweizer Bundesgericht soll CAS-Urteil aufgehoben haben und Florian Busch dürfte angeblich wieder spielen, aber so richtig will sich damit noch niemand raustrauen, weil keiner die Urteilsbegründung und die Reaktionen von WADA und IIHF kennt.
Das I*dio*t hier auf der spamlist steht, finde ich angesichts des Themas aber eher verwunderlich. ;)
Aber wenigstens gibt es von Herrn Kistner schnelle Hilfe in der Frage von gestern:
@dogfood/ Busch: das wäre natürlich ein Knaller.
RT @jensweinreich: "Der Fussball und der böse Dämon" #wettbetrug #match-fixing – http://bit.ly/246o9I
Auch ein “schöner” Text: Markus Bark in der BLZ.
Ich kenne ja mindestens eine Person, die dies damals schon keine Sekunde geglaubt hat (nämlich mich).
Andererseits ist die raffinierte doppelte Verneinung evtl. gar kein Tipfehler.
Fans nennen sich selber “Fans”. Wer bin ich, dass ich denen das ausreden möchte oder kann? Also nenne ich sie politisch korrekt “Fans”.
Nicht ganz so korrekt ist vermutlich mein mitleidiges Grinsen, wenn ich dieses Gejammer “Oh Gott, oh Gott, oh Gott, der Fußball, DER FUSSBALL ist gefährdet. Die Welt geht unter!”.
Diesem ganzen “Das Ende der Welt ist nahe!” Gewinsel kann ich nur ein “Na und?” entgegensetzen.
Wahnsinnig gute Seite und Top Berichterstattung! Ich lese immer wieder gerne Ihre Nachrichten! Weiter so!
Beste Grüße aus Freiburg
Manfred Carsten
PS: Tragen Sie doch Ihren RSS-Feed in mein RSS-Verzeichnis ein: Tagz4me.de
Ich würde mich freuen!
Den folgenden Interview-Ausschnitt aus dem ZDF sportstudio fand ich bezeichnend:
Das klingt für mich so glaubhaft, als wenn jemand “Retikulozyten” nicht aufsagen kann. Der DFB hat also keine Ahnung, wie Spielmanipulationen funktionieren!? Muß er sich da wundern, daß er von der Staatsanwaltschaft nicht ins Vertrauen gezogen wird?
ARD-Sportschau: Wettskandal: Festnahmen in ganz Deutschland
@ sternburg, das hast Du nicht exklusiv. Habe Hoyzer damals live verfolgt, und den Eindruck, dass von keiner Seite mehr Porzellan zerschlagen werden sollte als bis dahin bekannt, hat sich von Verhandlungstag zu Verhandslungstag verdichtet. Vielleicht ist man in Bochum neugieriger. Im Ruhrpott gab es jetzt aktuell keinen Fall, oder :-)?
Die DFL scheint in der Wirklichkeit noch nicht angekommen zu sein. So kritisiert ein Herr Harald Strutz heute im DSF die ermittelnde Staatsanwaltschaft, dass diese mögliche Namen von Verdächtigen noch nicht bekanntgegeben habe. Ein solches Verhalten sei angesichts der Presseverdachtsveröffentlichungen nicht hinnehmbar (meine Zusammenfassung). Danach unterhält sich dieser Herr Strutz in aller Ruhe mit den Medienvertretern weiter, die für diese Vorverurteilung verantwortlich sind!
Werter Herr Strutz, die StA Bochum hat im Rahmen der StPO und RiStBV gehandelt und absolut keinen “Rufmord” begangen, da sie keine Namen bekannt gegeben hat !
Wenn es Ihnen tatsächlich um die Integrität der vielleicht fälschlicherweise verdächtigten Spieler gegangen wäre, hätten sie den Arsch in der Hose haben müssen und sich nicht mit den “Journalisten” an einen Tisch setzen dürfen, die den “Rufmord” wirklich betreiben und unbewiesen Namen nennen.
Hans Leyendecker in der SZ: Der Navigator und der Backgammon-Betrüger
@FoxxyBrown1111:
Wenn Doping auf dem Placeboeffekt beruht, wieso wird dann überhaupt gedopt, statt den Radlern einfach Melkfett auf die Beine zu reiben und ihnen dabei lustige Geschichten über erhöhte Leistungen zu erzählen?
Radfahren strengt an, ob mit oder ohne Doping. Um so dümmer ist es von den Athleten, ihre Leistung auf diese Weise zu entwerten. Dann heißt es eben nicht mehr “Tolle Leistung!”, sondern “Die sind eh alle gedopt”.
Der entscheidende Unterschied zwischen Doping und Wettskandal ist für mich, daß es bei Sportwetten eigentlich gar nicht mehr um den Sport oder die Sportler und deren Leistung geht, sondern nur noch um Geld.
SpOn: Zwanzigers Schlingerkurs blamiert den DFB
Ich nehme an, bei den 1,4 Millionen Spielen ist auch die Kreisliga B mitgezählt!? Wie viele Spiele sind’s denn in den ersten vier Ligen pro Jahr?
@ Joe: Willst Du bitte Foxxysonstwas nicht wieder wecken! Danke :)
@ RA Schleicher: Was ich besonders putzig finde: Wie oft Fußball-Offizielle, ob nun von DFB, DFL oder Vereinen, derzeit lauthals erklären, sie würden mit der Staatsanwaltschaft “kooperieren”. Und wie oft derlei Nonsens-Aussagen in vielen Medien Meldungen wert sind – höre das besonders im Radio, dort vor allem im Berliner Inforadio ständig. Das wirft ja nicht nur Fragen auf zur Kompetenz von Journalisten, sondern zeigt einmal mehr das Weltbild dieser Funktionäre. „L’Etat c’est moi“ – aber großzügiger Weise “kooperiere” ich mit der Staatsanwaltschaft. Immerhin wurde die Staatsanwaltschaft hier noch nicht gestoppt, nicht wie in vielen anderen Korruptionsgeschichten im Sportbusiness.
Sportpolitisch ist Rob Hughes, dessen Texte u.a. in der New York Times erscheinen, meist extrem zahm, lässt gern wichtige Themen aus (ich sage nur ISL-Korruption), aber davon mal ganz abgesehen (was mir schwer fällt), endlich mal einer, der meine Einschätzung vollends teilt:
Soweit ich weiß ist es US-amerikanischen Banken und Zahlungssystemen gesetzlich verboten, Gelder an ausländische Wettanbieter weiterzureichen. Dort hat der Staat eine Liste von gesperrten Konten eingerichtet, auf die man von den USA gar nicht überweisen kann (auch nicht über Paypal etc.). So kann John Doe gar nicht diese Wettanbieter-Dienste in Anspruch nehmen. Simpel und effektiv.
“So lange FIFA, UEFA, IOC, DFB, EPFL (European Professional Football Leagues) u. a. das Wettgeschäft mächtig ankurbeln, gleichzeitig natürlich von Integrität schwurbeln, ziehen sie auch das organisierte Verbrechen und die Ganoven an, keine Frage.”
Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Verbrecher und Ganoven werden doch von der Chance auf rasch verdientes Geld angezogen und nicht von der Werbung, oder wie soll ich Ihren Satz verstehen? Würde man die Werbung für Wettanbieter augenblicklich stoppen, würde sich am Problem der Wettmanipulationen doch nicht das Geringste ändern. Juwelen werden ja auch nicht gestohlen, weil so viel für Schmuck geworben wird, sondern aufgrund des Wertes des Diebesguts. Und Fußballspiele werden manipuliert, weil es sich lohnt. Und nicht, weil die Werbung für Wetten die Täter anlockt. Oder glauben Sie das ernsthaft?
Davon abgesehen: Ein sehr interessanter Artikel, vielen Dank.
Auch der Kollege Hughes spricht von der “unheiligen Allianz” zwischen Fußball und Wettindustrie. Diesen Gedanken finde ich schon ganz gut, wichtig – deshalb äußere ich ihn wiederholt – und leider unterrepräsentiert. So einfach, wie Sie es mir unterstellen, ist das nicht gedacht. Wettbetrüger wird es immer geben, wie Doper und deren Hintermänner. Es geht aber u. a. um das Umfeld, die Kultur gewissermaßen, in dem/der derlei Geschäfte blühen.
Vielleicht sollte man auch der Frage nachgehen, was den Wettveranstaltern mehr bringt. Denn wenn einer unnormal viel gewinnt, verlieren ja auch jene vielen, die auf realistische Dinge gewettet haben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es für Wettbüros hier insgesamt keinen Verlust zu verzeichnen gibt.
Und wer die totsicheren Wetten verliert, der will sich sein Geld ja wiederholen – solange er glaubt, es ist möglich. DIe wöchentliche Offenlegung von “interessanten Wettspielen” würde wohl auch diese Zocker vertreiben.
“So einfach, wie Sie es mir unterstellen, ist das nicht gedacht.” Nee, dass Ihre Gedankengänge hinter der Aussage komplexer sind/waren, ist mir schon klar, ich würde sie nur gerne nachvollziehen können. Klar, die Taten geschehen in einem Umfeld, in dem materieller Besitz oft einen höheren Wert besitzt als “Anstand” oder “Moral”. Wer mit Tricks (die der Staatsanwalt “Betrug” nennen würde) zu Wohlstand gelangt, gilt in manchen Kreisen nicht als Lump, sondern wird als ganz besonders raffinierter Kenner der Materie geschätzt. Keine Frage. Nur welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Verbindungen der Fussball-Verbände zu Wettanbietern? Doch gar keine, oder übersehe ich ein wichtiges Detail? Würde ein Stopp dieser Verbindungen irgend etwas an den Betrugsmöglchkeiten (und damit an den fortwährenden Betrugsversuchen) ändern? Oder wurden die Betrugsmöglichkeiten erst durch die Geschäftsbeziehungen zwischen Verbänden und Wettanbieter geschaffen oder von ihnen erleichtert? Das sehe ich nicht. Oder (um auf das Argument “Kultur/Umfeld” einzugehen): Führen die genannten Verbindungen dazu, dass die Taten gesellschaftliche weniger geächtet werden, da sie durch die fortwährende Werbung mehr oder weniger zum Bestandteil der Alltagskultur geworden sind? Wenn ja, ist diese Entwicklung an mir vorbei gegangen (was ich ja nicht ausschließen mag). Ich glaube aber, dass dem nicht so ist.
Gibt es hier eigentlich einen Ort, um über die “progressive” Dopingliste der Reiter zu plaudern (sach schon, Ralf)?
Weil, ich hätte da mal eine Frage: Es heisst dabei immer, die deutschen Veranstalter könnten diese nicht anwenden, weil das Fitspritzen eines lahmenden Pferdes verbotene Tierquälerei sei (was ich auch so sehen würde).
Aber warum dann nur in Deutschland? Sind wir das einzige Land auf der Welt, in dem Tierquälerei verboten ist?
Ich hätte jetzt nur ein Beispiel: Die Schweiz, wo das Vorgehen (zwar weniger klar formuliert, aber) m. E. genauso verboten ist. Die FEI sitzt übrigens in der Schweiz (laut Wikipedia, FEI.org trifft dazu anscheinend keine Aussage).
Ach, und bevor ich es vergesse:
Spitzen Seite und Top-Wetterberichte! Jederzeit gerne wieder!
Beste Grüße aus Berlin
Sternburg Export
p.s.: Wollen sie nicht bei meinem kleinen Projekt “www.linkhure.com” mitmachen? Sie erreichen mich auch unter Tobbi7514@web.de
Habe mich weiter oben ja schon über die anmaßende Haltung von Sportfunktionären ausgelassen. DFB und DFL teilen nun nach ihrer PK mit, man hätte bei der Staatsanwaltschaft Bochum …
Die Pressemeldung 154/2009 in voller Länge (ich denke Pressemeldungen darf man klauen, ist ja PR in Reinkultur und müsste auch gewünscht sein von den Verfassern):
[...] 1. Der Fußball und der böse Dämon [...]
Ich halte das weniger für anmaßend, als für so ein bissel Krisen-PR. Gemeint ist ja eigentlich:
“Wir haben erschrocken festgestellt, dass hier Behörden und Uefa alles an uns vorbei ermittelt haben. Und einige Medien das auch noch begrüßen. Wie stehen wir denn jetzt da?
Deshalb sind wir sofort angedackelt gekommen und haben gefragt, ob wir nicht auch noch mitspielen dürften. Die Staatsanwaltschaft hat dann mit dem Mindestmaß an Höflichkeit geantwortet. Akteneinsicht gibt es vieleicht auch, wenn ausermittelt ist und auch sonst von uns nichts mehr kaputt gemacht werden kann.”
Also, könnte ich mir vorstellen. Dank meiner blühenden Fantasie.
Passt eigentlich gut. Aber es ist tatsächlich schon noch etwas schärfer und spezialdemokratisch-familiären Grundsätzen verpflichtet.
Klaus Ott in der SZ: Wettpaten schleusten eigene Spieler ein
Was mich bei dieser ganzen Sache zudem höchst erstaunt, ist, dass man plötzlich wie aus allen Wolken fällt. Dabei hatte es doch auch in der jüngeren Vergangenheit recht handfeste Indizien, Hinweise, Verweise auf Manipulationen gegeben.
Stichwort: Declan Hill: “Sichere Siege”. Der Kanadier hatte sicher eine hübsche Werbekampagne für sein Büchlein vorigen Herbst gestartet und saß dereinst dafür sogar vor dem deutschen öffentlich-rechtlichen Chef-Inquisitor Beckmann. Nur: Selbst wenn vieles bei Hill vage erschien; nachgegangen ist ernsthaft niemand seinen Hinweisen. Hill ist vielmehr beinahe für unzurechnungsfähig erklärt worden, nur weil er nicht für jeden Vorwurf die Beweise parat hatte.
Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte – verschobene WM-Spiele 2006 – Sommermärchen – ein einziger Fake? Hätte ja das Bild zerstört vom reinen deutschen Fußball, was!?
Und haben wir alle denn kollektiv Amnesie; Juventus Turin wurde durch Herrn Luciano Moggis beste Strippenzieher-Kontakte 2006 italienischer Meister – zwar gibt es hier keine nachgewiesenen Wettmanipulationen. Doch will die wirklich jemand ernsthaft ausschließen?
@foxibrown:
“Im Sport sind immer noch Talent,- Fleiß- und Training erforderlich. Das macht den Sport immer noch sehenswert. Während in Politik- und Wirtschaft (und bei Sportfunktionären) solche Eigenschaften Fremdwörter sind.” (Zitat)
Das Talent, Fleiß und Arbeit in Pol. und Wirts. keine Rolle spielt möchte ich bezweifeln und nicht nur das. Ich vertrete nach ausüben/erlernen diverser Sportarten und verschiedener Berufe sogar die Auffassung, das in nichts weniger “Talent” vonnöten ist als im Ausdauersport. Und mit Talent meine ich keine überzüchteten Lungen- und Herzvolumen.
@cujau
vielleicht täte man aber doch gut daran, nicht alles in einen großen topf werfen. signore moggi hatte bei seinen schiebereien ja durchaus ein sportliches interesse im sinne — nämlich den erfolg seines clubs (der natürlich auf mehr oder weniger lange sicht wiederum die einnahmen erhöht). bei den wettbetrügern hingegen geht es ja wohl allein ums geld(verdienen). und auch wenn die methoden in beiden fällen identisch sein mögen, sieht die dahinter liegende kalkulation ja doch etwas anders aus. so würde ich mal behaupten, dass es angesichts der summen, die in der bundesliga (und wohl generell den topligen) an spieler (und, vielleicht mit leichten abstrichen, auch schiedsrichter) gezahlt werden, möglich ist, durch spielmanipulationen halbwegs zuverlässig geld zu machen — jedenfalls müssten wohl so große beträge investiert werden, dass es zumindest nicht mehr lukrativ sein dürfte (einfach weil es anderswo mit viel geringerem einsatz/risiko geht).
Ach, es verschwindet so vieles ganz schnell wieder. Dies auch, zum Beispiel:
Dubioser Manipulations-Verdacht bei Bayern gegen St. Petersburg
Wenn überhaupt, vermutlich so etwas wie eine Spielart des russischen Paten-Patriotismus. Aber vielleicht hat ja doch jemand den Wettmarkt für dieses Spiel anlalysiert und alles war gut.
oh.. korrektur: statt “möglich” sollte da natürlich ein “unmöglich” stehen
lieber cf, bitte gründlich lesen. Ich stellte die Frage, ob jemand im Dunstkreis der Moggi-Aktivitäten, die Sie als “sportlich” bezeichnen, Wettmanipulationen ausschließen wolle. Und das ist mein Zusammenhang-Argument mit Moggi und Wetten. Insofern passt die Fragestellung geradezu in diesen Topf.
@cujau
diesen zusammenhang mag ich gewiss nicht ausschließen (wäre ja beispielsweise als eine art refinanzierungsquelle denkbar…)
ich stellte mit meinen äußerungen eher auf deinen exkurs zum deutschen fussball ab… wo meines erachtens so ein bisschen der grundton mitschwang: “ist doch eh alles verschoben!” — von sowas halte ich halt nicht soviel, aber kann natürlich auch gut sein, dass ich da ein bisschen viel reininterpretiert habe…
Irgendwie glaube ich wieder (wäre ja keine Überraschung), dass bei der ganzen Sache wieder nicht viel rumkommen wird. Diese ganzen Äußerungen (Ralf hat ja schon was aus dem aktuellen Sportstudio zitiert und auch im DSF war da gestern sowas), dass es sich niemand vorstellen kann oder will, wie 2-3 Spieler ein Spiel manipulieren können, führen dazu. Dass z.B. niemand darauf kommt, dass ganz alltägliche und spielentscheidende fEhler auch fEhler sein könnten, die absichtlich geschehen ist doch ein Witz. Na ja, wir werden es sehen, aber selbstverständlich ist die 1. Liga sauber!
@Cajau:
“Sichere Siege” wurde einfach beflissentlich ignoriert. Deshalb hat es sich z.B. auch nicht so gut verkauft und wieso sollte man da denn noch was unternehmen, wenn man sich noch nichteinmal zu dem Buch äußert?
@Gua: Hier muss zunächst die Frage gestellt werden, wer hätte von Hills Buch wissen können oder wollen? Wenn schon nicht Protagonisten in den Verbänden und Vereinen so doch zumindest – und da beginnt doch schon die Scheinheiligkeit – die Medien selbst, und sie wussten ja davon, spielten Hill aber herunter. Wenn Sie von “man” sprechen, meinen Sie die Verbandsfunktionäre. Ich meine jedoch die informierte Öffentlichkeit und da insbesondere jene Journalisten, die heute gaaaaanz laut anklagen und es dabei längst hätten wissen können, so sie nur gewollt hätten. Ihnen standen alle Quellen offen; zumindest jedoch jene, den Indizien nachzugehen. Und Medien sind nunmal hier gemeint, wenn ich zuvorderst Reaktionen erwarte. Wer also auf jener Seite Indizien nicht wahrnimmt, der muss seinen Beruf verfehlt haben. ARD-Unterhalter Reinhold Beckmann kann getrost aus dem Kreis des Journalismus ausgeklammert werden.
@Cujau: Für mich sind viele sportjournalistische Produkte (gerade wenn es um König Fußball geht) eher “Fanzine” ohne einen Hauch von Kritik. Ich meine ein Hund pinkelt seinem Herrchen auch nicht ans Bein, also erwarte ich da auch nicht viel und deshalb habe ich die Journalisten auch nicht gesondert erwähnt. ;)
das ganze Gejammere der Funktionäre um “den Fussball”, der angeblich “stirbt”, kotzt mich nur noch an.
“Den Fussball” wird es immer geben, so lange Menschen gegen den Ball treten.
Das einzige, was hier vielleicht sterben *könnte*, ist das Geschäftsmodell des DFB und der DFL, aber selbst das kann doch niemand mit einem Funken Verstand im Kopf wirklich glauben.
Meine Lösung für das Problem: Sportwetten generell verbieten. Thema durch.
Aber solange große europäische Wettanbieter große europäische Fussballclubs sponsorn, wird das wohl kaum klappen. Interessenkonflikt, ich hör dir trapsen..^^
Es beruhigt mich, dass der DFB nicht einbezogen wurde (wobei ich arge Schwierigkeiten habe, mir vorzustellen, dass aus der Sportlerfamilie der UEFA nie jemand etwas zu einem der Landesverbände gesagt hat). Beim DFB spüre ich einen Zwiespalt zwischen Interesse, die Wahrheit zu erfahren, und schneller Ruhe. Letzteres kommt mir in den Sinn, wenn jemand schnell strafen will. Schnelle Ruhe wird aber nicht benötigt, sondern die Offenlegung von Strukturen, wer mit wem…
@ nocheinjurist: Ich habe die Passage jetzt nicht griffbereit, aber ich meine, in einem der Kistner-Texte sei erwähnt worden, dass es in der UEFA einige Pappenheimer gibt, die – um mal die blöde Fußballersprache zu benutzen – “was durchgesteckt” haben.
Johannes Nitschmann und Klaus Ott in der SZ: Erste Geständnisse im Wettskandal
AP: Wettskandal: Festnahme in Kroatien nach deutschem Haftbefehl
yep, Onkel Theos Kumpels aus der Otto-Fleck-Schneise – die vom DOSB – melden sich gerade zu Wort. Natürlich begrüßt man die Arbeit der Staatsanwaltschaft und schnellstmögliche Akteneinsicht für den Sport. Vor allem aber: DOSB-Grünen-General Vesper halluziniert munter weiter, es brauche keinen Straftatbestand Sportbetrug …
Die DOSB-Pressemeldung:
Wie ein aktueller Fall ja eindrucksvoll bewiesen hat. Wieso wurden gewisse Verfahren nochmal eingestellt?
SZ: Uefa nennt verdächtige Klubs und Spiele
5mal fußball, 1 mal tennis, 7 mal basketball, 1 mal eishockey, 3 mal Handball, tischtennis, futsal, squash. Das alles bietet bwin gerade live an. Angst scheint da keiner zu haben. Hat jemand gute Ideen fur Handicap-Wetten ;-)?
Jens, dass du uns jetzt auch via “Kulturzeit” auf 3sat in meinen Alltag eindringst, ist nicht akzeptabel.
Für mich und Theo bist du doch der aus “diesem Internet” – kann das nicht so bleiben? :-)
@ Arnesen: Gerade wieder zurück. Und, wie war ich, Baby?
Na, wie im Deutschlandfunk – hab dir nur zugehört und wenig hingeschaut. :-)
Nochmal was dazu, ob nicht nur die UEFA was wusste:
SpOn: Wettskandal – Zwanziger-Interview sorgt für Streit zwischen DFB und DFL
Das erste was mir dazu eingefallen ist, ist leider im Juristenfilter hängen geblieben, aber dann habe ich auch diesen Absatz aus den selben Artikel gelesen:
Das finde ich doch irgendwie putzig. Das passt nämlich so schön zu dem was der DFB-Bundestag nach Hoyzer beschlossen hat, nämlich eigene Wetten anzubieten (steht im von Jens verlinkten Wikipedia-Artikel zu Hoyzer und im Original hier), wovor das BVerfG aber ja einen Riegel geschoben hat. Kann man da halt kein Geld mitverdienen.
ZAPP: Veröffentlichte Namen im Wettskandal
H. Leyendecker und J. Nitschmann in der SZ: Chronisch klamm
Frank Hollmann in der FAZ: Manipulationen in China – Fußballspieler werden zu Wachsfiguren
Die ESSA teilt mit:
Am Montag bei sport inside: “Ständig neue Untiefen”
Hans Leyendecker in der SZ: Wüste Berichte aus der Unterwelt
Hans Leyendecker in der SZ: Verdacht im Tennis
FAKT: Wettskandal zieht immer größere Kreise
SZ: Schuon-Aussage im Wettskandal – Vier Mal Osnabrück
Sylvia Schenk im Interview mit der Berliner Zeitung: “Die Zockermentalität ist unter Fußballern sehr verbreitet”
SZ: Auch Spanien betroffen
SpOn: Mitspieler belastet Verler Kapitän
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Claudio Catuogno in der SZ: SSV Ulm – Betrogen um jede Menge Illusionen
Hans Leyendecker in der SZ: Chef des Cafe King – Der Rückfall des Navigators
Christian Gödecke für SpOn: Verdächtiges Tennismatch – Der Flug des Schneeballs
SpOn: Fußball-Wettskandal – Spuren führen in die Erste Bundesliga
SpOn: Regionalligateam soll auf eigene Niederlage gewettet haben
ARD: RWO gegen 1860 unter Wettbeobachtung
Declan Hill im SZ-Interview mit Thomas Hummel: “Schmeißt sie raus!”
Hans Leyendecker in der SZ: “Es wissen alle elf Bescheid!”
ARD-Sportschau: Wettskandal – Kirschstein beteuert Unschuld
General-Anzeiger Bonn: Wettskandal: Die BBL entwarnt, ein Schiedsrichter tritt zurück
Thomas Kistner in der SZ: Schutzsperre gegen Linienrichter
stern.de: Vor der EU-Anhörung – Oettingers Problem mit dem Thema Geldwäsche
SpOn: Manipulationen im Fußball – Uefa fordert besseren Zeugenschutz
Ich habe während meines Studiums mehrere Jahre in einem Wettbüro gearbeitet. Dabei war häufig zu merken, dass einige Dinge nicht “normal” laufen. Teilweise wurden wir telefonisch gewarnt, spezielle Wetten auf z.B. Spiele der türkischen 2.Liga nicht anzunehmen und kurz danach betrat ein Mann den Laden, der in dieser Montur in jedem Zocker-Krimi die Hauptrolle spielen konnte und versuchte hohe Summen genau auf die Spiele zu setzen, für die die Warnung galt. Wurde dann nicht angenommen…
Solche Dinge waren nicht zu selten und ich bin mir sicher, wenn man früher und vor allem mit mehr Nachdruck in dieser Szene ermittelt hätte / es endlich tun würde könnte noch wesentlich mehr herauskommen. Aber das ganze Problem wird ja immer nur unter den Teppich gekehrt! Erst wo die Presse plötzlich Wind macht wird mal was getan, aber die Verantwortlichen haben meiner Meinung nach trotz der vielen Meldungen die letzten Wochen und Monate immer noch nicht das Ausmaß erkannt und sind aktuell froh, dass die Schlagzeilen sich wieder etwas beruhigt haben und hoffen wahrscheinlich, dass alles wieder so schön gemütlich wird wie vorher…
Kicker: DFB plant “Korruptionspolizei” – Fürth gegen Fortuna im Fokus
dpa: Zeitung: Wettmafia machte 50 Millionen Euro Gewinn
stern.de: Verdächtiger Fußballprofi Cichon – Weit weg vom Wettskandal
Milliyet: BİLAL AZİZ’E ÖLÜM TEHDİDİ (Google-Übersetzung)
sid: Rauball-Kommentare stoßen auf Unverständnis
NZZ: Griechische Tragödien – Der Präsident des Fussballverbandes ignoriert Indizien für Spielmanipulationen
sid: Gesperrter Schiedsrichter arbeitete in JVA Bochum
Hans Leyendecker in der SZ: Das erste Geständnis
Berner Zeitung: Unterschrift wird Ikanovic zum Verhängnis
dpa: Profi Cichon bestätigt Kontakt zur Wettmafia
NZZ: Fragen um den Wettskandal: Nach Entlassungen und Suspensionen – wie geht es weiter?
si: Damjanovic gilt als Drahtzieher
Tages-Anzeiger: Wettmafia kassierte bis zu 600′000 Euro
Radio-Tip:
WDR, dok 5 (21.02.2010, 11:05 bis 12:00 Uhr): Tor, Sieg, Betrug – Wettmanipulation im Sport
NW: Bewegung im Wettskandal – Verler Spieler sagen beim DFB aus
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