Johanna Sperling: “Bitte weist es zurück, seid stolz darauf!”
veröffentlicht: 21. August 2009, 17:46 - zuletzt bearbeitet: 25. August 2009, 16:03Dies ist die (extrem verkürzte) Geschichte eines der bewegendsten Dokumente von Zivilcourage, das ich zum Themenkomplex Doping je gesehen habe. Dieser Brief stammt aus dem Jahr 1963. Johanna Sperling hat damals in ihre “Sperlinge”, wie sie die von ihr betreuten Rudererinnen nannte, ins Trainingslager der DDR-Nationalmannschaft für die EM in Moskau geschrieben. Es ist das “erste Dokument eines individuellen Widerstands”, sagt Werner Franke. Ich habe mit einigen Dopingaufklärern darüber gesprochen. Niemand kennt etwas Vergleichbares.

Was diesen Brief so besonders macht, ist diese Passage:

“Noch eins: Ich bitte Euch ganz ernsthaft, kein, aber auch kein einziges Mittelchen zu schlucken, das Eure Leistung angeblich steigert, und wenn es als noch so harmlos, als vollkommen unschädlich oder wunderwirkend Euch gepriesen wird; auch wenn man Euch sagt, dass Ihr dann die einzigen seid, die nichts zu sich nehmen, bitte weist es zurück, seid stolz darauf und denkt an die kommenden Wettkampfjahre und denkt an Eure Gesundheit.
An der eigenen Willensstärke erleidet Ihr keinen Schaden, und davon habt Ihr genügend zur Verfügung. Ich kann Euch Beispiele nennen, welche Auswirkungen solche Mittel der Wettkampfvorbereitung hatten – jetzt würde das zu weit führen, glaubt mir nur soviel, dass es nie gut ist.
Und wenn es nur das Schamgefühl wäre, das sich Eurer nach einem erfolgreichen Rennen bemächtigen würde – Ihr könntet Euch nicht ehrlich Eures Sieges freuen. Erspart es Euch und geht mit gutem Gewissen an den Start, die Nationalhymne klingt dann umso erhebender.”

Ich kann diese Geschichte nicht wiedergeben, ohne nicht auch einige journalistische Aspekte anzureißen, die mich seit März stark beschäftigt haben. Ich habe mich im Frühjahr mehrfach mit Frau Sperling in Leipzig getroffen. Wir haben einige Male telefoniert und immer wieder die Frage diskutiert: Soll dieser Brief öffentlich werden? Ist Frau Sperling bereit, ihre Geschichte zu erzählen? Habe ich als Journalist das Recht, sie nach 46 Jahren an die Öffentlichkeit zu zerren? Wie weit kann ich gehen, welche Berichterstattung ist angemessen? Fragen über Fragen. Es gibt viele Antworten darauf. Viele unterschiedliche Antworten.
Die wichtigste Antwort aber konnte nur Frau Sperling geben. Sie war unsicher, sie wollte niemanden verletzen, weder ihre ehemaligen Kollegen, noch ehemalige Athleten. Gewiss hat auch eine Unsicherheit, vielleicht sogar Angst mitgespielt, wie man in Leipzig auf die Geschichte reagieren würde. Ich habe versucht, Frau Sperling nicht über die Maßen zu bedrängen. Stoff genug für ein Journalismus-Seminar. Frau Sperling hat es sich gewiss nicht leicht gemacht, war hin und her gerissen und hat sich erst sehr spät, Anfang August, dazu durchgerungen, sich vom Dopingopferhilfeverein (DOH) nun doch für ihre couragierte Haltung im DDR-Sportsystem, in das sie tief involviert war, ehren zu lassen.
“Ich kann doch diese Persönlichkeiten, die sich so sehr im Kampf gegen Doping engagieren, nicht enttäuschen”, hat sie gesagt.
Ein Satz, der viel verrät über Frau Sperling.

Als Johanna Sperling (Foto: Sven Sonntag/Picture Point) sich entschieden hatte, zur Verleihung des Heidi-Krieger-Preises, zu dem ich eine besondere Beziehung habe, nach Berlin zu kommen, habe ich für Spiegel-Online (“Ich bitte euch, kein Mittelchen zu schlucken“) doch noch diese Kurzfassung einer großen Geschichte notiert:
Eine Begegnung mit der eigenen Vergangenheit kann irritieren. Johanna Sperling, 77, ehemalige Rudertrainerin des SC DHfK Leipzig, sitzt in einem Café im Leipziger Hauptbahnhof. Sie blickt auf sieben eng beschriebene Seiten. Lehnt sich zurück im braunen Ledersessel und sagt: „Dieser Brief ist nicht von mir. Das muss eine Fälschung sein!”
Dann beginnt sie jenen Brief zu lesen, den eine „Johanna Sperling, Leipzig” 1963 ihren Sportlerinnen ins Trainingslager der Nationalmannschaft nach „Berlin-Grünau, Regattastraße 211″ geschickt hat. Sie murmelt: „Das ist eine perfekte Fälschung.”
Es ist keine Fälschung.
Eine ihrer Ruderinnen hat die handgeschriebenen Zeilen aufbewahrt. Es ist ein sporthistorisches Dokument, weil es beweist, dass schon Anfang der sechziger Jahre, lange vor dem eigentlichen Doping-Staatsplan 14.25, gedopt wurde – und dass schon damals die gefährlichen Wirkungen der Dopingmittel bekannt waren.
Weil es beweist, dass sich DDR-Trainer dem Doping-Dogma verweigern konnten, zumindest noch in den 1960er Jahren.
Es ist ein Sensationsfund. Es gibt nichts Vergleichbares.
„Ich bitte Euch ganz ernsthaft, kein, aber auch kein einziges Mittelchen zu schlucken, das Eure Leistung angeblich steigert, und wenn es als noch so harmlos, als vollkommen unschädlich oder wunderwirkend Euch gepriesen wird”, steht in dem Brief, den Sperling vor einem halben Jahrhundert geschrieben hat und im Sommer 2009 wieder sieht. „Auch wenn man Euch sagt, dass Ihr dann die einzigen seid, die nichts zu sich nehmen, Bitte weißt es zurück, seid stolz darauf und denkt an die kommenden Wettkampfjahre und denkt an Eure Gesundheit. An der eigenen Willensstärke erleidet Ihr keinen Schaden, und davon habt Ihr genügend zur Verfügung. Ich kann Euch Beispiele nennen, welche Auswirkungen solche Mittel der Wettkampfvorbereitung hatten – jetzt würde das zu weit führen, glaubt mir nur soviel, dass es nie gut ist.”
Johanna Sperling hat Tränen in den Augen. Es dauert fast eine Viertelstunde, bis sie sagt: „Das dieser Brief noch existiert. Unglaublich.”
Sie hat ganz offen mit ihren „Sperlingen”, wie sie die Ruderinnen nannte, über die Gefahren des Dopings diskutiert. Zunächst ging es vor allem um Psychopharmaka. Später um das von der Firma Jenapharm produzierte anabole Steroid Oral-Turinabol (OT). Sperling hat sich von Ärzten über die Wirkungen von OT aufklären lassen und ihren Mädchen davon abgeraten.
Irgendwann wurde sie ausgebremst von anderen Trainern. Sie durfte nur noch Nachwuchssportler trainieren. Sie glaubte, sie sei nicht gut genug und hat darunter gelitten. Sie studierte nebenbei ein zweites Mal, Psychologie, weil sie sich selbst erklären wollte, was passiert war mit ihr und den „Sperlingen”, die unter anderen Trainern Medaillen gewannen. Trainern, von denen sie sagt, sie hätten sich mehr „bei der Pharmaindustrie aufgehalten, als beim Training”.
Der Sporthistoriker Giselher Spitzer hat so viele Akten zum DDR-Dopingsystem studiert, wie kaum ein Zweiter. Er hat zahlreiche Dopingopfer interviewt und mehrere Bücher zum Thema publiziert. Aber auch Spitzer kennt kaum Verweigerer. Er sagt: „Bislang konnte noch nicht quantifiziert werden, wie viele Frauen und Männer in Arzt- oder Trainerfunktion das Dopingsystem zu behindern suchten.” Unter aufgeklärten Ärzten sei die Ablehnungsrate weit größer gewesen als unter Trainern, besonders in den achtziger Jahren, kurz vor dem Zusammenbruch der DDR. Wohl hat er in Bergen von Stasi-Akten Hinweise zu Widerständlern gefunden, doch kein Dokument von der Qualität jenes Briefes, den Johanna Sperling einst an ihre Sportlerinnen schrieb.
Johanna Sperling will nicht anklagen. Sie will „den DDR-Sport nicht verdammen”. Sie war eine überzeugte Sozialistin. Sie hat in der DDR alle Chancen bekommen. Ist selbst gerudert, wurde 1957 Dritte bei der Europameisterschaft in Duisburg. Sie hat an der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) studiert, war eine harte Trainerin, wie sie sagt. Sie hatte eine Vorstellung vom Sport, die allerdings immer weniger mit der Doktrin der Medaillenproduktion korrespondierte. Sie hat sich diese Vorstellung bis heute erhalten. „Wenn ich Medaillen nur mit Doping erreiche, muss etwas faul sein”, sagt sie. „Das galt für die DDR und das gilt heute. Das ist nicht mein Sport. Das interessiert mich nicht mehr.”
Johanna Sperling hat sich dem System im System widersetzt. Sie wurde in die zweite Reihe verbannt, wie man damals sagte. Sie arbeitete als Nachwuchstrainerin und im Studentensport. Am Donnerstag (20. August) wird sie vom Verein Dopingopferhilfe e. V. in Berlin mit der Heidi-Krieger-Medaille geehrt, gemeinsam mit drei anderen Aufrechten aus Ost und West, die sich dem Dopingsystem verweigerten: Henner Misersky aus Stützerbach in Thüringen, ehemals Skilanglauftrainer beim SC Motor Zella-Mehlis, Hansjörg Kofink (Rottenburg), ehemaliger Bundestrainer für Kugelstoßen, und Horst Klehr, Apotheker aus Mainz und Gründungsmitglied der ersten Dopingkommission des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.
Johanna Sperling hat lange überlegt, ob sie diese Auszeichnung annehmen soll. Sie weiß nicht, wie ihr Umfeld in Leipzig reagieren wird. Sie fürchtet die Schlagzeilen. Vor allem aber: Sie ist überzeugt davon, nichts Besonderes getan zu haben.
„An meiner Stelle hätten viele so gehandelt”, sagt sie. Außer ihr und Misersky ist aber kaum jemand bekannt.
„Es ist nie gut”, schrieb sie vor 46 Jahren. Es ist nie gut, zu dopen. Eine große Botschaft in einfachen Worten: „Und wenn es nur das Schamgefühl wäre, das sich Eurer nach einem erfolgreichen Rennen bemächtigen würde – Ihr könntet Euch nicht ehrlich Eures Sieges freuen. Erspart es Euch und geht mit gutem Gewissen an den Start, die Nationalhymne klingt dann umso erhebender.”
Nun hat sie die Heidi-Krieger-Medaille. Und sagt:
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Wir haben uns gestern noch eine Stunde unterhalten und werden die Geschichte demnächst nachbereiten.
Mein Bericht von der Preisverleihung am Donnerstag im Virchow-Klinikum:
Im Umfeld der Leichtathletik-WM tummeln sich die Politiker, nicht nur Gastgeber Klaus Wowereit (SPD). Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (beide CDU), sonnen sich im Glanz der Weltmeister, wie jüngst im WM-Club des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in der Französischen Straße: Merkel, die in ihrer klaren Führungsposition ja nicht wirklich wahlkämpfen muss, scherzte entspannt mit Weltmeisterin Steffi Nerius, Ralf Bartels, Jennifer Oeser und Nadine Kleinert. Jung tätschelte tags darauf die Goldmedaille von Robert Harting und posierte mit dem Diskus-Problembär. Jung ist oberster Dienstherr Hartings, der noch einer Sportfördergruppe der Bundeswehr angehört. Meinen speziellen Freund Detlef Parr (FDP) sah ich dieser Tage im DLV-Club ebenfalls.
Am Donnerstag aber fehlten Politiker, als der Verein Dopingopferhilfe den europaweit einzigen Antidopingpreis vergab: Die in einer Plastik-Pylone verpackte Goldmedaille, die Heidi Krieger vom SC Dynamo Berlin bei den Leichtathletik-EM 1986 im Kugelstoßen gewann. Aus Heidi Krieger ist inzwischen Andreas Krieger geworden, und seine Geschichte geht auch diesmal um die Welt. Vereinschef Klaus Zöllig hatte zwar alle 16 Mitglieder des Bundestags-Sportausschusses eingeladen, musste allerdings süffisant mitteilen: „Die Politiker mussten leider kollektiv absagen.”
Auch Peter Danckert (Sportausschuss-Chef von der SPD) und Dagmar Freitag (SPD-Sportsprecherin) fehlten. Beide verbreiten seit Wochen propagandistische Parolen, mit denen sie den Opferbegriff in Frage stellen, damit die Geschädigten beleidigen und historische Wahrheiten missachten. „Wer von so genannten Opfern spricht, hat keine Ahnung”, rügte der Heidelberger Dopingaufklärer Werner Franke in seiner Laudatio. „Ich erkläre hiermit öffentlich: Diese Menschen verstehen vom Sujet nicht die Bohne in dieser Pisa-Nation!” DOV-Chef Klaus Zöllig fragte bissig: „Leiden denn alle Sportpolitiker in diesem Lande an retrograder Amnesie und epedemischen Gedächtnisverlust?”
Die Bundestagsabgeordnete Freitag, die zum so genannten Kompetenzteam des Kanzlerkandidaten gehört, ist in diesen Tagen und Nächten in Berlin als DLV-Vizepräsidenten unterwegs – in den Logen und Clubs der WM, aber nicht im Virchow-Klinikum, in das der DOH geladen hatte. Der DOH ehrt mit dem Heidi-Krieger-Preis „Personen einer ganz besonderen Kategorie”, sagte Laudator Franke.
Zweimal Ost, zweimal West:
- Johanna Sperling aus Leipzig, eine ehemalige Rudertrainerin des SC DHfK, die ihren Schützlingen schon 1963 in einem bewegenden Brief von jeglichen Dopingmitteln abriet.
- Henner Misersky aus Stützerbach in Thüringen, ehemals Skilanglauftrainer beim SC Motor Zella-Mehlis, Vater der Biathlon-Olympiasiegerin Antje Misersky.
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- Hansjörg Kofink (Rottenburg), ehemaliger Bundestrainer für Kugelstoßen, der diese Position wegen der Dopingpraktiken des DLV vor den Olympischen Spielen 1972 aufgab und später noch lange Jahre Vorsitzender des Sportlehrerverbandes war.
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- Und Horst Klehr, Apotheker aus Mainz, Gründungsmitglied der ersten Anti-Dopingkommission des DLV, der in den siebziger Jahren bis zur Resignation einen einsamen verzweifelten Kampf kämpfte.
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Nur ein Promi des Sportbusiness machte den Preisträgern seine Aufwartung: Manfred von Richthofen, der langjährige DSB-Präsident. „Ich habe Hochachtung vor ihnen”, sagte er: „Es werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die Zivilcourage praktiziert haben. Vorbilder brauchen wir im Sport!” Allerdings verließ er die Veranstaltung vorzeitig noch während der überlangen Laudatio von Franke. Der Heidelberger Professor argumentierte gewohnt fulminant und pointiert. Es wäre allerdings galanter gewesen, Richthofen die Hand zu reichen.
Preisträger der Heidi-Krieger-Medaille
2000: Christian Strasburger (Hormonforscher)
2001: Brigitte Berendonk (Lehrerin, Autorin)
2003: Giselher Spitzer (Sporthistoriker)
2005: Antje Misersky (Olympiasiegerin im BIathlon, WM-Medaillengewinnerin im Skilanglauf)
2007: Anne-Kathrin Elbe (Hürdenläuferin)
2009: Johanna Sperling, Henner Misersky, Hansjörg Kofink, Horst Klehr
aktuelle Lesebefehle:
- Claudio Catuogno in der Süddeutschen Zeitung: “Sperlinge, weist es zurück!” und “Trainer mit Gewissen“
- Michael Horeni in der FAZ: “Ich bitte Euch ganz ernsthaft, kein einziges Mittelchen zu schlucken“
- Maik Großekathöfer auf Spiegel-Online über Andreas Krieger: “Vom Staat missbraucht“
- Oliver Händler im Neuen Deutschland: “Vier mutige Menschen im Abseits“
-
Tom Mustroph im Tagesspiegel: “Die pinkeln rechtzeitig“
- Das Interview von Michael Reinsch in der FAZ mit Werner Goldmann: “Das härteste Jahr meines Lebens“
- Michael Horeni in der FAZ über Andreas Krieger: “Das verlorene Leben der Heidi K.“
Nachtrag, 25. August: Auf besonderen Wunsch einige Schnappschüsse von der Preisverleihung.

Laudator Werner Franke

Urkunde für Johanna Sperling, rechts oben: Andreas Krieger

v.l.: Hansjörg Kofink, Henner Misersky, Klaus Zöllig, Horst Klehr

v.l.: Hansjörg Kofink, Henner Misersky, Horst Klehr, Johanna Sperling

Interviews mit Johanna Sperling (im Bild u.a. die Kollegen Seppelt, Horeni, Catuogno)

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67 kommentare zu “Johanna Sperling: “Bitte weist es zurück, seid stolz darauf!””














Bezeichnend, dass der DOH diese Vier geehrt hat und nicht der Sport. Sie hätten es längst verdient.
Schöner Text, Jens, richtig gute Arbeit.
Nur eine kleine Krünmelkackerei: Es sollte EM 1986 heißen.
Eine bewegende Geschichte, die hoffentlich vielen hier zeigt, dass es hier nicht nur ums schlecht machen geht. Nach Olympia bin ich auch während der LA-WM wieder täglich auf der Seite und hatte mich schon über so wenig Infos in den letzten 24 Stunden gewundert. Natürlich nur verglichen zu den Vortagen. Der Artikel entschädigt aber völlig :)
@ Arnesen: “Krünmelkackerei” geht in Ordnung, muss auch sein. Jetzt steht EM dort. Danke. Es ist verrückt, welche kleinen Fehler sich immer wieder einschleichen. Aber bitte jetzt nicht diesen falschen Buchstaben mit angeblichen Analysefehlern im Fall Pechstein vergleichen, okay? Das hatten wir schon. Ich weiß: nicht von Dir.
Lieber Jens, ganz großen Respekt vor deiner Arbeit!
Trotz deiner unermüdlichen Bescheidenheit, dieser Wink in eigener Sache darf sein, oder?
“Unermüdliche Bescheidenheit”? Von wem sprichst Du?
Ergänzung und eine Kritik, die Du hoffentlich gestattest, jw – keine an Deiner wunderbar aufgeschriebenen Geschichte über Frau Sperling. Eine an einem Akzent des Blogeintrages. Ich finde nicht, dass man die Diskussion um sogenannte Doping-Opfer anhand dieser Auszeichnung nebenbei mit erledigen kann. Viel eher bietet gerade diese Preisverleihung Anregungen, diese Debatte redlich zu führen.
Es waren nicht nur zu viele (Doping-)Trainer, die mitgemacht haben, es gab schon auch Opfer, erwachsene Athleten, die im Bewusstsein des Leistungsvorteils mitgemacht haben. Danckert, Freitag & Co. sprechen immerzu von denen, nur ist, was sie meinen, ein Tabu in der Anti-Doping-Gemeinde. Statt dessen wird eine quasi reine Opfer-Figur verteidigt, als ob es das Opfer an sich gäbe und nicht viele, individuell unterschiedliche Geschichten. Ausnahme: Das bemerkenswerte FAZ-Interview mit Frank Mantek, der sich als wissendes Opfer (das Wort wollte er nicht verwenden) bekannt hat und hinzugefügt, dass er deshalb über seine DDR-Zeit nicht gern spricht. Trotzdem war er kein sogenanntes Dopingopfer, sondern, da nie über gesundheitliche Schäden aufgeklärt, ganz einfach: ein Dopingopfer.
Auch anlässlich der Preisverleihung könnte man die Frage stellen: Wie haben gewarnte Sportler reagiert? Muss man jetzt nicht beantworten, aber irgendwann doch einmal, um die ganze Realität zu erfassen. Und auch, um sich mit Danckert & Co. wirklich auseinanderzusetzen – statt einfach “Skandal” zu rufen.
Sorry, dass ich das ernst nehme. Wollte auch nur sagen: noch ein Thema für Journalistenseminare.
SEHR lesenswerter Blogeintrag (aber welcher auf dieser Seite ist das schon nicht?): http://jensweinreich.de/?p=4893
Auch das hätte ein Thema der Preisverleihung und der Laudatio werden können. Aber leider hat Werner Franke diese Chance nicht genutzt. In den Berichten klingt ja durch, dass er sogar zu wenig auf die Geehrten eingegangen ist. Das fand ich etwas traurig. Dennoch: Die Momente, als er aus dem Brief von Frau Sperling vortrug, oder als er ein Video von Antje Miserskys Olympiasieg 1992 einspielte, die ihrem Vater Henner um den Hals fiel und sagte: “Nur für Dich!”, diese Momente waren ganz groß.
Der Bericht über die Sperlinge ist großartig.
Wahnsinn, daß es immer wieder Menschen gibt, die sich um andere Menschen kümmern. Auch und gerade im Leistungssport.
Ehrlich: Beim lesen habe ich bereits feuchte Augen. Möchte nicht wissen, wie es bei der Preisverleihung war.
ein so bewegendes dokument der vernunft und unangepasstheit!
keep up the good work, jens! ;)
auch ddr-trainer konnten nein zum doping sagen: http://jensweinreich.de/?p=4893 #doping #leichtathletik-wm
RT @jensweinreich: auch ddr-trainer konnten nein zum doping sagen: http://jensweinreich.de/?p=4893 #doping #leichtathletik-wm LESEN!
Ich verstehe nicht recht wie ich das anfängliche Abstreiten, daß es sich um ihren Brief handelt, deuten soll.
Schöner Artikel, nur “Lesebefehl” ist ein so wilhelminischer Scherz, geht das nicht ziviler?
Ich weiß, Ironie – pickelhäubige – soll das darstellen.
@stefan W:
Danke!
Hiermit gebe ich Dir ein iBeer aus.
Jetzt bin ich nicht mehr alleine Doof, denn so ging es mir beim Lesen des Artikels vor 2 Tagen auch und habe dafür (natürlich Virtuell) hier eines auf den Deckel bekommen.
Schau doch mal hier:
http://jensweinreich.de/?p=4841#comment-13100
bis hier:
http://jensweinreich.de/?p=4841#comment-13108
Vielleicht lag es bei Dir auch am mehrmaligen Signalwort “Fälschung”, daß Dich diesen Schluß ziehen ließ oder auch an der Uhrzeit bzw. der Mischung aus Beidem.
Es ist wohl so gemeint, daß Frau Sperling nicht wirklich die ECHTHEIT angezweifelt hat und damit die Existenz ihres Briefes, sondern, daß sie es einfach nicht glauben konnte, daß der Brief so noch existiert.
Habe hohen Respekt vor Frau Sperling, der ihr Verhalten so normal vorkam, dass sie sich an dieses Dokument tatsaechlich nicht erinnerte. Danke, jw, fuers Aufschreiben der Geschichte, und gestatten Sie die neugierige Nachfrage: Wissen sie, wie die angeschriebenen Sportler damals reagiert haben?
Werner Frankes Laudatio war gut, und sie wäre sogar sehr gut gewesen, wenn er nicht – wie üblich – Überlänge produziert hätte.
Wenn man in die Gesichter der Preisträger geblickt hat, dann hatte man den Eindruck: Sie haben sich in dieser in dieser Laudatio genau getroffen gefühlt. Auch Andreas Krieger wirkte sehr beeindruckt.
Das war ein schöner Augenblick Sportgeschichte.
Dank an den DOH und Klaus Zöllig. Dank aber auch an Jens Weinreich und die Personen, die an dieser Form der Aufarbeitung von Sportgeschichte beteiligt waren.
Vielen Dank für diesen sehr guten Bericht. Leider hatte ich von der Geschichte vorher noch nie gehört, obwohl sie ein so wichtiges Dokument und Zeugnis ist.
Gerade in der damaligen Zeit hat sich Frau Sperling etwas getraut, was sich keiner getraut hat. Und das so selbstverständlich, dass sie das nie groß rausposaunt hat. Das ist Zivilcourage und sollte den Menschen ein Vorbild sein.
@ Stefan W.: Sieh mir bitte die pickelhäubige Ironie und Kommiss-Sprache nach. Oder willst Du mir alle Eigenheiten austreiben? Befehl ist Befehl, ich denke mir schon was dabei.
jetzt abrufbar zum nachhören:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Ich kannte die Geschichte auch nicht. Danke für diese Rekonstruktionsarbeiten an historischen Baustellen.
@jens: Ich sehe nach. Aber diese phänomenalen Rückkanalfähigkeiten des Internets will ich doch nicht ungenutzt lassen, und auch einen kleinen Krümel am Rande kritisieren. :)
@Chuck: Danke für das iBier, auch wenn ich xPrexxo bevorzuge, Sportler der ich bin. :) Irgendwie eine seltsame Art sich auszudrücken von Frau Sperling; womöglich auch gar nicht so sehr, wenn man es im Original gehört hätte, und ihr Gesicht dabei gesehen hätte, wahrscheinlich fehlt uns nur die Phantasie, uns ein entsprechendes Gesicht vorzustellen.
grossartige Geschichte!!!
vielen Dank!
[...] First Tweet 21 hours ago theonebq Daniel Otto SEHR lesenswerter Blogeintrag (aber welcher auf dieser Seite ist das schon nicht?): http://jensweinreich.de/?p=4893 view retweet [...]
Wer Johanna Sperling boch nicht kennt – Doping in der DDR http://bit.ly/2geStL
@ ha: Vor einigen Wochen haben Sie und ich recht eifrig zum Schlagwort “Was wussten die Athleten” diskutiert. Die Mitglieder des DOH hatten sich in dem Zusammenhang auch geaeussert. Andreas Krieger wusste von Eltern, die zuviel gefragt haben, und deshalb fuer die Kindern deren leistungssportliche Laufbahn quasi beendeten, und sagte auf seine Person bezogen, er habe nichts gewusst. Ute Krieger-Krause ebenfalls, Uwe Troemer auch. Kein Wort von Trainern, die ihre Athleten informiert haben (oder erinnere ich mich falsch)?
Und nun zwei Ehrungen fuer ebensolche zivilcouragierte Trainer (Henner Misersky war wohl schon bekannt). Fuehlen Sie sich auch ein wenig, naja, veralbert (damit will ich das Thema nicht verharmlosen). Lassen uns hier so unterhalten, ohne diesen Nicht-Randaspekt (auch wenn es, wie jw schreibt, Ausnahmen sind, was ich auch vermuten wuerde), zumindest in anonymisierter Form, zu erwaehnen?
Und sind Sie auch neugierig, wie die Athleten, die nicht zur Familie gehoerten, nun eigentlich reagiert haben? Es scheint Gruende zu geben, dazu nichts zu sagen, und ich hoffe, es sind nicht nur juristische Argumentationen (Gesundheitsberichterstattung ist nur bei Genehmigung der Person erlaubt), die das noch verhindern.
@nocheinjurist
Wir haben, wenn ich mich recht erinnere, in der Frage nicht zusammengefunden, wer im DDR-Sport wie (das war unterschiedlich)zum Opfer geworden ist.
Damit hat zu tun, dass ich mich keineswegs “veralbert” fühle. Weiter oben steht, warum vielleicht etwas enttäuscht. Bin aber sicher, das Thema hat, sozusagen, Potenziale. Und möchte es damit gut sein lassen.
Damit Sie nicht enttäuscht sind: Schon die Auslese für die Sportschulen erfolgte u.a. nach der Kritikfähigkeit der Eltern. Ein Kind konnte noch so leistungsstark sein, ohne linientreue Eltern (oder solche, bei denen Interesse für medizinische Fragen nicht zu vermuten war) kam es nicht auf eine KJS. Dafür sorgten Sicherheitsüberprüfungen des MfS, nicht Ausnahme, sondern Routine. Auch deshalb sind wohl so wenige Fälle bekannt, in denen Eltern ihre Kinder schützten bzw. schützen konnten.
Kurze Arbeitspause, kurz geweint.
Danke Jens, für diesen Eintrag.
Schade, dass die Geschichte so wenig Beachtung findet. Schön, dass es dieses Internetdingens gibt.
Wieso gibt es eigentlich von der Preisverleihung bislang keinerlei Foto?
@ Ralf: Ich habe draufgedrückt, kann auch gern zwei, drei Fotos nachtragen. Aber eher Schnappschüsse denn Fotos.
@ha: Ja, haben da nicht so recht zueinandergefunden. Bin nicht enttaeuscht. Und hoffe irgendwie auf Aufklaerung im Rahmen einer Fortsetzung. Im verlinkten SZ-Artikel wurde ja angedeutet, dass aufgrund des Briefes eine Rente festgestellt wurde, sei eine andere Geschichte…
@ JW: Wäre nett! Ich würde mir gerne ein “Bild” von der Veranstaltung machen…
@ Ralf: Einige Schnappschüsse sind jetzt online. Fotos würde ich nicht dazu sagen, aber Du siehst jetzt, dass es in einem Hörsaal stattgefunden hat. Etliche Kameras waren dabei, auch Kollegen aus England und Brasilien. Eventuell ein Ami noch, bin mir aber nicht sicher. Das Timing der Veranstaltung war halt nicht sehr gut.
@ JW: Sehr schön! Danke!!! Noch eine letzte Frage: Wie viele Zuhörer darf man sich etwa vorstellen? 100? 200?
eher 50, 60.
passt hier vielleicht am besten.
Das Ergebnis einer Studie des Historikers Klaus Latzel im Auftrag von Jenapharm
http://www.dernewsticker.de/news.php?id=132238&i=btboss
biathlon-online.de: Was macht eigentlich…Antje Harvey – ehem. Misersky?
@ ha und @ nocheinjurist
Ihre Diskussion um das Thema „Was hat Wer Wann und Wozu gewusst“ ist zum derzeitigen Zeitpunkt zwar unterhaltsam, doch auf grund fehlender themenspezifischer seriöser evidenzbasierter Daten und wissenschaftlicher Auswertungen, dazu verdammt, sich an den unzulässig verallgemeinernten Aussagen einzelner totzulaufen.
So lange es diesbezüglich noch keine Erhebungen gibt, die sich mit der entsprechenden Nüchternheit dieser Thematik widmen, können Vermutungen, Behauptungen, Unterstellungen, Einzelmeinungen und das „Dahergeplapperte“ nur verquirlt werden.
Der Erkenntnisgewinn bleibt selbstverständlich
auf der Strecke…
AKUK
Erkenntnisse sind in der Regel zu gewinnen aus Zeitzeugen-Berichten, aus Akten verschiedenster Provenienz. Von beidem liegt zum DDR-Sport genug vor, um auch ohne “themenspezifische seriöse evidenzbasierte Daten” (was immer damit auch gemeint ist) ein Spektrum von Nichtwissen / Mitwissen / selten: Beteiligung existiert hat – in jedem Fall aber ohne Aufklärung über Folgeschäden. Letzteres konstituiert nach BGH-Rechtssprechung den Geschädigten-Begriff (im Sinne von Opfern).
Falls an anderem Interesse besteht als an “Vermutungen, Behauptungen, Unterstellungen, Einzelmeinungen”, ist als Lektüre “Sicherungsvorgang Sport” von G. Spitzer zu empfehlen, auch Berendonks “Doping-Dokumente”. Schon dort ist nachzulesen, dass hier nichts zu “verallgemeinern” ist.
Erkenntnisse bleiben im Übrigen häufig dann auf der Strecke, wenn ein Thema tabuisiert wird.
@ ha
Richtig, viele der genannten Schriften sind mir bekannt, dennoch erschließt sich mir nicht ausreichend, warum trotzdem (oder wegen was eigendlich ?) eine Diskussion wie diese geführt werden muß – oder wird.
Insofern sehe ich auch kein “Tabu” bein genannten Thema, sondern eher ein Bemühem um Wahrheit.
Diese kann aber ob ihrer Komplexität nicht aus Fragmenten zusammengebastelt werden, sondern erfordert mehr, als Akten auszuwerten.
@AKUK
Jedenfalls hier war die Auseinandersetzung um die “Sogenannten” Auslöser für diese Debatte. Man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob man sie führt oder nicht und, falls ja, wie.
@ AKUK: Warum sollte eine Debatte gefuehrt werden, die die Opfer fragt, wieviel sie wussten und ob sie durch Schutz durch die Eltern / Bemerken von Veraenderungen am eigenen Koerper / Aufklaerung oder anderes den Leuten, die ihnen schaden wollten, aus dem Weg haetten gehen koennen? Damit diejenigen, die vielleicht (jetzt) in eine aehnliche Situation kommen, Strukturen erkennen, ihr Vertrauen dosieren oder auf anderen Wegen dem Umstand, zum Opfer zu werden, aus dem Weg gehen koennen und sich selbst mehr fuer sich verantwortlich fuehlen.
Und warum sollte eine Debatte gefuehrt werden, die fragt, ob Opfer vielleicht merkwuerdige Veraenderungen in Kauf genommen haben, weil sich ihr Leben auch irgendwie vorteilhaft gestaltete (Westreise, Auto frueher, Studienplatz besser oder sicher)? Weil es helfen koennte, allgemein ein bisschen ehrlicher miteinander umzugehen und nicht die Vorteile zu nehmen, aber fuer Nachteile ausschliesslich andere verantwortlich zu machen.
Und bevor Sie jetzt von Verallgemeinerung (verallgemeinern kann man vielleicht Erkenntnisse, die aus diesen Diskussionen herruehren) reden – meine Frage in dieser Diskussion war ganz individuell gemeint. Eigentlich muss man nach der Geschichte von Frau Sperling sagen — super, 4 wurden keine Dopingopfer. Dem war vielleicht nicht so, wie der SZ-Artikel nahelegt. Und mich haette einfach interessiert, warum. Ist der Brief nicht angekommen, wurde der Inhalt nicht angenommen?Dass ein Trainer nicht aufklaeren weollten, daran, so scheint es bisher, hat es nicht gelegen.
@ nocheinjurist
wie im letzen Satz von ha treffend festgestellt, ist es doch entscheidend, WIE eine Diskussion und /oder Debatte geführt wird.
Auf der Grundlage von Wissen oder auf der Grundlage von subjektiven Konglomeraten. Um genau die von Ihnen zusammengefassten Denkanstöße an die heranwachsende Generation zu geben, ist ein ehrlicheres und differenziertes Herangehen notwendig. Es ist ziemlich fatal, wenn einerseits ein Bild entstanden ist, dass die Dopingopfer grundsätzlich “aufjaulen”, wenn es um diese Frage geht und andererseits Sport und Sportpolitik öffentlich und wider besseren Wissens der Entschuldungs-Argumentation der dopingbelasteten Trainer folgen.
In diesem (wunderbaren) Blog ist schon viel und heiß zum gesamten Komplex diskutiert und debattiert worden, doch schein es mir, dass diese Seite momentan eine der wenigen Orte ist, auf der um diese Thematik “gerungen” wird.
Meine These zu Ihrer aufgeworfenen Frage hinsichtlich der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des berührenden Briefes von Frau Sperling ist die, dass es viel zu wenige Frau Sperlinge, Herr Kofinks, Herr Klehrs und Herr Miserskys im Hochleistungssport gab und gibt.
Denn nur in der tagtäglichen und mühseligen Realisierung ethischer Prinzipien bildet sich ein wirksames und glaubwürdiges Gegengewicht zu den Verlockungen der Lüge und des Betruges.
@ AKUK: Naja, ich versuche die Diskussion schon auf Grundlage von Wissen zu fuehren. Frage ist — wie komme ich da heran. Ich frage also. An anderer Stelle haben Sportler und ha und ich zum Thema “was wusste…” schon ernsthaft gestritten. Aber ganz ehrlich: So richtig ins Bild gesetzt fuehle ich mich bei der Frage, was Sportler dachten, waehrend sie (teilweise auch im Erwachsenenalter) Pillen schluckten, nicht.
Und mehr als das erfragen kann ich irgendwie nicht. Das habe ich halt auch bei dem Brief getan. Ihre These mag ich teilen, ist aber keine Antwort. Ja, und welcher Eindruck aus den Fragen entsteht, dazu kann ich recht wenig sagen. Ich stelle die Fragen, die fuer meine Meinungsbildung relevant sind. Ganz egoistisch und ohne Hintergedanken, ob ich mich damit auf eine Seite stelle.
Aber bei Beantwortung meiner Frage kann eben (mindestens) zweierlei herauskommen. Der Sportler hat der Trainerin Sperling vertraut. Der Sportler hat der Trainerin Sperling nicht vertraut. Und dann kann man vielleicht nach den Motiven fragen. Ich sehe da, ganz ehrlich, kein subjektives Konglomerat wachsen.
FAZ: DDR-Flucht – Der Freischwimmer
Gibt es eigentlich eine Statistik über die ausgeübten Sportarten derer, die als Dopingopfer anerkannt wurden?
Henrich ‘Henner’ Misersky
Horst Klehr
Joachim Schulz Coach von Sebastian Bayer
Ich bitte darum,kann mir keinen Prozeß leisten;-)
http://www.tagesspiegel.de/sport/doping/Werner-Franke;art2650,2878801
Wann gibt es (bei der Nada z. B.)eigentlich Zielkontrollen?
Ich gehe oder ging davon aus, dass es die gibt (wie möglicherweise bei Claudia Pechstein bei der WM) gibt, wenn ein konkreter Dopingverdacht vorliegt.
Dass aber ein (Fach)-verband (in Abstimmung mit der Anti-Doping-Organisation) bestimmen darf, welche Athleten a) überhaupt und b) zu einem bestimmten Zeitpunkt kontrolliert werden, das dürfte wohl nicht sein.
In jedem Fall scheint mir das mit der Idee einer Zielkontrolle bzw. mit der Anwendung des Zufallsprinzips nicht vereinbar.
@Jens: Weißt Du, was aus der Petition des DOH geworden ist? Ich kann leider nichts zum aktuellen Stand finden. Auf der DOH-Seite läßt sich leider auch nichts Aktuelles finden.
Keine Ahnung. Da es keine Online-Petition war, kann man vermutlich auch online nichts zum aktuellen Stand finden? Ich kenne die Abläufe bei Petitionen/im Petitionsausschuss nicht. Hoffe nicht, dass die Petition nach dem heimlichen Gespräch mit Bergner, gegen den die P. ja letztlich auch gerichtet war, zurückgezogen wurde.
Deutschland eine Bananenrepublik?
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verstehe ich das Prinzip richtig: “hast Du was falsch gemacht?” – “nö.” – ” na dann ist ja alles gut.” (Fuchs im Hühnerstall)
Wer ist der Pfarrer und wer die Haushälterin?
Wer ist keiner?
Ich kann mich nicht entscheiden;-)
[...] wurde hier die Frage diskutiert, was eigentlich aus der Petition des Dopingopferhilfevereins geworden ist. [...]
cycling4fans.de: Spurensuche – Was war in der BRD über das DDR-Doping bekannt?
@Ralf
All das müßte doch eigentlich ausreichen, um sich seriös, ohne Aufregung und Polemik in den verantwortlichen Gremien zu diesem Thema, vielleicht sogar abschließend,zu beraten.
Weshalb darf das nicht sein ?
Michael Ohnewald in der StZ: Dopingfahnder Werner Franke – Westfälischer Dickkopf
Johanna Sperling: “Bitte weist es zurück, seid stolz darauf …: Da es keine Online-Petition war, kann man vermutlich a http://url4.eu/15yK5
Morgen bei sport inside: “Trainer im Widerstand”
Jochen Leufgens und Thomas Purschke für sport inside: “Trainer im Widerstand” – Das Sendemanuskript
WDR: Bundestagsvizepräsident Thierse kritisiert Nicht-Aufarbeitung des DDR-Dopings durch den Sport
dpa: Dr. Werner Franke: Ein Kämpfer wird 70
sid: Dopingjäger Franke: „Mehrzahl der Athleten gedopt“
Er ist klug, er ist hartnäckig, er ist besessen, er ist anstrengend, manchmal nervt er – und bringt mich immer wieder zum Lachen. Selbstironie ist eine angenehme Eigenschaft.
Anno Hecker in der FAZ: Werner Franke wird siebzig – Die unbequeme Wahrheit
Alle Probleme gelöst??
Alles wieder roger. Schön.
sid: Doping-Jäger Franke kritsiert Olympia-Kontrollen
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